Die Monopolkommission lehnt die Übernahme der Kaiser's-Tengelmann-Märkte durch Edeka immer noch vehement ab. Im Vorfeld der öffentlichen Anhörung zur Fusion fallen deutliche Worte.

Die Monopolkommission beharrt auf der Ablehnung einer Übernahme der rund 450 Kaiser's-Supermärkte von Tengelmann durch Marktführer Edeka. Dies habe im Ganzen keine Vorteile für den Erhalt der Arbeitsplätze, sagte der Kommissionsvorsitzende Daniel Zimmer der "Welt am Sonntag". Edeka verfüge schon jetzt über das dichteste Filialnetz. "Es entstünden mehr Doppelstandorte als bei anderen Käufern", betonte Zimmer. Es bestehe also der Anreiz, zumindest langfristig einen Teil dieser Filialen zu schließen.

Edeka und Tengelmann argumentieren, die Übernahme durch Edeka sichere 16.000 Arbeitsplätze bei Kaiser's Tengelmann.

Stichtag 16. November

Das Bundeskartellamt hatte die Übernahme von Kaiser's Tengelmann durch Edeka untersagt. Die Unternehmen beantragten daraufhin eine Ministererlaubnis, um das Veto auszuhebeln. Diese Ausnahmegenehmigung ist möglich, wenn die gesamtwirtschaftlichen Vorteile nach Auffassung des Bundeswirtschaftsministeriums deutlich schwerer wiegen als die Wettbewerbsbeschränkungen. Eine öffentliche Anhörung dazu soll am 16. November stattfinden.

Über den Ausgang des Verfahrens wollte Zimmer keine Prognose abgeben. "Ich spekuliere nicht darüber, wie der Minister entscheiden wird", sagte er der Zeitung.