Wenn E-Commerce-Verantwortliche und Manager über Webshop-Ideen brüten, dann kommt im Briefing immer etwas mit Emotionen und Erlebnis vor. Selten sieht man davon aber wirklich etwas im Webshop. Anders bei Conleys. Dem Hamburger Mode-Versandhändler sieht man seine Katalog-Vergangenheit längst nicht mehr an. Jetzt sind zahlreiche technische Neuerungen geplant, die noch mehr Lifestyle in den Webshop bringen sollen. Emotionen und Erlebnis natürlich auch. Einige Feature kann man jetzt schon erproben.

Da ist unter anderem ein Feature, das den virtuellen Einkaufsbummel emotionalisieren soll. Legt eine Kundin beispielsweise ein Kleid in den Warenkorb, fliegt das Kleidungsstück gut sichtbar in das Warenkorb-Icon. Das gibt dem Kunden zudem das sichere Gefühl, dass die Bestellung geklappt hat. Das Gaming-Element kommt an: Bei Tests nutzten die Probanden den Warenkorb deutlich häufiger als vorher. Ergänzt wird das spielerische Kauferlebnis im Nachklapp durch ein bestätigendes Pop-up auf dem zusätzlich weitere passende Artikel („Kunden kauften auch“) angezeigt werden.

Stichwort Social: Auffällig ist auf den Produktseiten die prominente Darstellung der Kundenbewertungen. Denn Empfehlungen besitzen bei Conleys einen hohen Stellenwert. So sieht man beispielsweise die Recommendation Engine mit passenden Produktempfehlungen als Hauptbestandteil der neuen Mobile-Site, an, die angepasst auf die jeweiligen Formate der Endgeräte alle Funktionen aufbieten soll.

Gut finden darf man im klassischen Webshop, dass auf der Überblickseite beispielsweise Kleider per Mouse-over in verschiedenen Blickwinkeln gezeigt und verfügbare Größen und Farben angeben werden. Der Lieferstatus natürlich auch.

Und wie steht es um Content als Erlebnis-Hebel? Conleys hat die Möglichkeiten redationeller Inhalte schon lange für sich entdeckt. Der Online-Modehändler startete ein Print-Magazin bereits Mitte 2011 mit einer Druckauflage von 400.000 Exemplaren. Empfänger waren damals die Nutzer der Kataloge. Bald darauf wurde das Magazin von einem visuell ansprechenden Blog begleitet. Das Magazin kann man ebenso wie die Kataloge natürlich auch online lesen.
Per Klick aufs abgebildete Produkt  landet man dann prompt beim gewünschten Artikel.  „So verlängern wir unsere Content-Kompetenz mehr und mehr von den Print-Katalogen in den Online-Shop“, sagt Stephan Schneider, Geschäftsführer Conleys. Mit seinen 14 Print-Katalogen und zwei Kundenmagazinen versorgt der Händler, seit 2010 als Teil der Creatrade Holding mehrheitlich beim englischen Finanzinvestor Silverfleet Capital untergebracht, jährlich mehr als 4 Millionen Leser.

„Mehr Seele“, so Schneider, sollen all die Neuerungen em Auftritt einhauchen. Statt eintöniger Produktdarstellungen, inhaltsfreier SEO-Begleittexte und vorgegebenem Sales-Funnel will man den Kunden lieber inspirieren und in der digitalen Boutique stöbern lassen. Dazu passt auch, dass der Shop im „Infinite Scrolling“-Modus läuft. Schneider: „Unsere Kunden sollen sich in unserem Online Store wie in einer gut sortierten Boutique fühlen. Sämtliche Neuerungen richten wir konsequent danach aus.“