Sollen sich Unternehmen öffentlich für die Opfer der Hochwasserkatastrophe engagieren? Eine Frage, die die Firmenchefs nur individuell beantworten können. Wer Aktionen startet, muss auf jeden Fall Fingerspitzengefühl zeigen, damit diese nicht als PR-Aktion wirken. Ein etailment-Überblick über die Aktivitäten des Handels.

Ikea hat erklärt, in dieser Woche den Wochenumsatz des Regalklassikers Billy zu spenden. Das Geld wird den Ikea-Häusern in Regensburg, München-Brunnthal, Dresden und Chemnitz zur Verfügung gestellt, die in enger Kooperation mit den betroffenen Städten und Gemeinden Ikea-Einkaufsgutscheine an Bedürftige weitergeben.

Der Online-Küchenspezialist Kiveda bietet betroffenen Flutopfern beim Kauf einer neuen Küche einen Rabatt von 30 Prozent an. Die Aktion "Kiveda hilft Flutopfern" soll zunächst bis zum 14. Juli laufen. "Wir hoffen, damit vielen Menschen bei der Neueinrichtung ihrer Wohnung unbürokratisch ein Stück weit entlasten zu können", sagt CEO Michael Börnicke. Und räumt auch gleich den Verdacht aus, daran zu verdienen: Kiveda arbeite mit extrem knapp kalkulierten Margen. "Der Sondernachlass ist nur möglich, weil einige Küchenhersteller uns aktiv unterstützen."

Aktiv sind vor allem stationäre Händler in den betroffenen Regionen: Die Hellweg-Baumärkte in Leipzig und Delitzsch etwa gewähren Flutopfern 20 Prozent Rabatt, Karstadt Leipzig bietet diese Woche 20 Prozent Rabatt auf einen Einkauf an. Zudem reicht der Handel Preisnachlässe von Herstellern an betroffene Kunden weiter. So bietet AEG 20 Prozent auf Haushaltsgeräte an, 10 Prozent gewährt BSH Bosch und Siemens Hausgeräte. 

Ratschläge für die "Selbsthilfe bei Hochwasser" hat Hornbach zusammengestellt und informiert, welche vorbereitenden Maßnahmen man treffen kann, was während des Hochwassers zu tun ist und welche Notausrüstung empfehlenswert ist. 

Wie sich weitere Unternehmen sowie Medien engagieren, ist auf W&V zu erfahren. Die Aktivitäten der Dax-Konzerne fasst  N-TV.de zusammen.