Die Terroranschläge in den USA haben die Diskussion über Kontrollmechanismen im Internet neu entfacht. Nun wird bei allen großen Internetprovidern in den USA die umstrittene Überwachungssoftware "Carnivore" installiert.

Die Terroranschläge in den USA haben die Diskussion über Kontrollmechanismen im Internet neu entfacht. "Echelon", die vermeintliche Abhör-Wunderwaffe der Vereinigten Staaten, bot keinen Schutz vor den Terroranschlägen. Die noch bis vor kurzem geheim gehaltene Abhör-Software des Nachrichtendienstes NSA war weltweit umstritten. Echelon sollte es den Amerikanern ermöglichen, sämtliche elektronische Kommunikation weltweit auf verdächtige Inhalte zu durchleuchten. Im aktuellen Terrorfall hat das System jedoch versagt. Es ist schwer vorstellbar, dass die Terroristen, die zeitgleich vier Flugzeuge entführten, nicht miteinander kommuniziert haben sollen.

US-Medienberichten zufolge hat die amerikanische Bundespolizei jetzt bei allen großen Internetprovidern des Landes eine Überwachungssoftware installiert. Diese aus Datenschutzgründen umstrittene Software namens "Carnivore" kann enorme E-Mail-Ströme durchforsten und die Post bestimmter Adressaten und Absender gezielt überprüfen. Allerdings sind Nachrichten, die mit einer Verschlüsselungssoftware verfasst werden, vor Zugriff geschützt. Die US-Regierung hat sich deshalb gegen die Verbreitung von Programmen wie "Pretty good Privacy" (PGP) stark gemacht.

Eine weitere Möglichkeit, sich vor Überwachung zu schützen, ist die zu sichernden Texte an eine unauffällige Datei, wie beispielsweise ein Bild, mit anzuhängen. Diese Art der Datenübermittlung heißt "Steganographie" und gilt als besonders sicherer Weg, seine Daten vor Zugriff zu schützen. (ST)