In der europäischen IT-Branche wird es wieder zu einem Anstieg bei der Zahl der Übernahmen kommen. Nachdem die Zahl der Übernahmen in der Hightech-Branche im Vorjahr auf ein Rekordtief von 887 gesunken ist, soll es nach Berechnungen der Unternehmensberatung Ernst & Young nunmehr aufwärts gehen.

In der europäischen IT-Branche wird es wieder zu einem Anstieg bei der Zahl der Übernahmen kommen. Nachdem die Zahl der Übernahmen in der Hightech-Branche im Vorjahr auf ein Rekordtief von 887 gesunken ist, soll es nach Berechnungen der Unternehmensberatung Ernst & Young nunmehr aufwärts gehen. Dabei wird neben dem Verkauf von IT-Töchtern großer Konzerne der wachsende Druck auf mittelständische Softwarefirmen und kleine IT-Dienstleister zu einer größeren Zahl von Verkäufen führen.

Am stärksten dürfte nach den Berechnungen im laufenden Jahr die Konsolidierung der mittelständischen Softwareszene ausfallen: "Um den Kunden eine langfristige Perspektive zu bieten, müssen Softwareunternehmen einen Umsatz von 40 bis 50 Mio. Euro haben. Deshalb suchen viele kleine Anbieter nach einer Lösung", betonte Ernst & Young-Analyst Carsten Risch.

Auf der anderen Seite schielen große IT-Konzerne wie IBM, Hewlett-Packard (HP), CSC oder T-Systems nach den IT-Töchtern der Großkonzerne. Nach den Prognosen könnten im laufenden Jahr rund ein Dutzend solcher ausgegliederter Firmen den Besitzer wechseln. Karstadt-Quelle und RAG haben ihre diesbezüglichen Verkaufsgelüste bereits bekannt gegeben. Und der deutsche Stahl- und Maschinenbaukonzern ThyssenKrupp hat seine IT-Tochter Triaton bereits an HP verkauft. (KC)


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