Seit Wochen wird darüber spekuliert, jetzt hat Metro-Chef Eckhard Cordes ein deutliches Wort gesprochen: Er werde keineswegs Karstadt kaufen und mit Kaufhof verschmelzen.

Deutschlands größter Handelskonzern Metro hat Spekulationen über einen Zusammenschluss der Warenhausketten Kaufhof und Karstadt eine Absage erteilt. "Wir haben keine Pläne, Karstadt Warenhaus zu kaufen." Das stellte Konzernchef Eckhard Cordes am Mittwoch auf der Hauptversammlung des Düsseldorfer Unternehmens auf Fragen von mehreren Aktionären klar.

Die andere Variante, dass Karstadt den nicht mehr zum Metro-Kerngeschäft gehörenden Kaufhof übernimmt, sei unrealistisch. Cordes betonte, dass die Metro AG Kaufhof nicht verschleudern werde und wegen der schwachen Finanzmärkte den Verkaufsprozess nicht gestartet habe. Es gebe keine Gespräche der Metro mit Arcandor über Karstadt.

Zu Gesprächen über die Warenhaus-Zukunft bereit

Nach Angaben eines Konzernsprechers verschließt sich die Metro aber auch nicht möglichen Gesprächen zur Situation bei beim angeschlagenen Arcandor-Konzern und Karstadt: "Wir sind zu seriösen Gesprächen mit der Politik zur Zukunft des deutschen Warenhaussegmentes bereit", sagte der Konzernsprecher am Rande der Hauptversammlung in Düsseldorf.

Dem Vernehmen nach gibt es keinen Rettungsplan von Metro für Karstadt.