Die aktuelle Krise bleibt kein Dauerzustand - behauptet das Weltwirtschaftsinstitut.

Die US-Konjunktur habe sich weniger abgeschwächt als befürchtet - und mit einem Abklingen der Finanzkrise in den Vereinigten Staaten dürfte sie sich „allmählich erholen”, heißt es im aktuellen Konjunkturbericht des hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI). Für die Öl- und Rohstoffpreise zeichne sich ein weiterer leichter Rückgang ab. Das dämpfe die Kosten und erhöhe die verfügbaren Realeinkommen.

Der Export dürfte von der Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar seit Mitte 2008 profitieren. Das HWWI prognostiziert für das laufende Jahr einen Anstieg der deutschen Exporte um 4,9 Prozent und im kommenden Jahr um 3,5 Prozent.

Hoffen auf 2009

„Insgesamt dürfte die deutsche Konjunktur unter diesen Bedingungen im Laufe von 2009 wieder an Dynamik gewinnen, wegen des niedrigen Ausgangsniveaus wird das reale Bruttoinlandsprodukt im Jahresdurchschnitt aber lediglich um ein Prozent höher sein”, schreiben die HWWI-Experten. Damit senkten sie ihre Prognose vom Juni nur leicht um 0,1 Prozentpunkte.

Für das laufende Jahr senkte das Institut seine Wachstumsprognose von bisher erwarteten 2,2 Prozent auf 1,9 Prozent. Seit dem Frühjahr sei eine spürbare Konjunkturabkühlung im Gange. Die starke Teuerung habe die reale Kaufkraft trotz weiter zunehmender Beschäftigung und höherer Lohnabschlüsse großteils aufgezehrt, zudem hätten die Verbraucher mehr gespart. Der private Konsum sei daher erheblich
gesunken und dürfte 2008 um 0,2 Prozent zurückgehen, im kommenden Jahr hingegen um 0,9 Prozent zulegen.