Onlinehandel, Monolabel-Stores, Mehrmarken- Konzepte: Der Filialist Wöhrl setzt bei seiner Expansion auf verschiedene Ideen, um mehr Mode zu verkaufen.

Der Nürnberger Modefilialist Rudolf Wöhrl AG setzt weiter auf Wachstum – und das mit drei verschiedenen Konzepten: Zum einen will der Händler mit eigenen Häusern expandieren. Zum anderen will Wöhrl auch verstärkt Läden eröffnen, die nur eine Marke führen ("Monolabelstores“). Last but not least will der Filialist seine Onlineaktivitäten weiter ausbauen, meldet die Fachzeitschrift Textilwirtschaft (Deutscher Fachverlag).

Für das laufende Geschäftsjahr 2009/10 (bis 31. März) hat Vorstandschef Gerhard Wöhrl mit Blick auf den schwachen Konsum 365 Millionen Euro Umsatz bei "deutlich verbessertem Ergebnis“ eingeplant. 2008/09 waren es noch 380 Millionen Euro.

In den kommenden zwei bis drei Jahren soll der Umsatz unter Führung des designierten Vorstandschefs Marcus Kossendey jedoch 400 Millionen Euro erreichen. Der Manager kommt von P&C Düsseldorf und tritt offiziell zum 1. April an. Er soll Gerhard Wöhrl ablösen, der sich aus dem operativen Geschäft zurückzieht.

Weitere Shops mit nur einer Marke

Nach dem Start mit einem Esprit-Store auf der Nürnberger Breiten Gasse hat Wöhrl inzwischen auch ein Street-One-Geschäft in Würzburg eröffnet. Jährlich sollen zwei bis drei Standorte hinzukommen, möglichst in der Nähe von Wöhrl-Häusern.

Für diese sowie die nicht unter Wöhrl firmierenden Filialen wie Völk in Würzburg, Hettlage in München und das Marken-Outlet in Augsburg hat Gerhard Wöhrl seinen Cousin Michael Wöhrl die Verantwortung übertragen.

Ausgebaut werden soll auch der vor gut einem Jahr übernommene Onlineshop herrenkontor.de. "Der Shop bekommt gerade eine neue Website, auf der auch das neue Wöhrl-Logo zu sehen sein wird", sagte Gerhard Wöhrl kürzlich in einem Interview. "Und wenn Herrenkontor gut läuft, gibt es wahrscheinlich auch bald Wöhrl Damenkontor und Wöhrl Kinderkontor."