Der Insolvenzverwalter von Woolworth hat einen Teilerfolg erzielt. Die Gläubiger der insolventen Kaufhauskette billigten seinen Rettungsplan. Das Ziel: Gut die Hälfte der Standorte erhalten.

Im Insolvenzverfahren für die angeschlagene Kaufhauskette Woolworth Deutschland hat der Gläubigerausschuss dem Konzept des Insolvenzverwalters zugestimmt. Danach sollten mindestens 150 der 310 Standorte fortgeführt werden, ließ Insolvenzverwalter Ottmar Hermann mitteilen.


Für die Filialen, die unter der Auffanggesellschaft Deutsche Woolworth GmbH mit Sitz in Frankfurt betrieben werden, müsse nun eine Einigung mit den Vermietern erzielt werden. Insolvenzverwalter Hermann führe Woolworth als einziger Gesellschafter, bis ein Investor gefunden sei. Die Transfergesellschaft für die Beschäftigten befinde sich in Gründung.

Insolvenzverfahren am Mittwoch eröffnet worden

Für Filialen, die nicht länger unter dem Namen Woolworth fortgeführt werden können, gebe es zahlreiche Interessenten, die an diesen Standorten eigene Läden betreiben wollen, teilte Hermann mit.

Das Insolvenzverfahren über die Kaufhauskette war am Mittwoch (1. Juli) eröffnet worden. Die DWW Woolworth Deutschland GmbH & Co. KG hatte wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Mitte April Insolvenzantrag gestellt.

Das Unternehmen beschäftigt bundesweit derzeit noch mehr als 9.000 Mitarbeiter.