Die Zukunft des Billigkaufhauses Woolworth ist gesichert. Für die meisten Filialen wurden neue Mietverträge geschlossen. Vier Standorte werden allerdings aufgegeben.

Es sei gelungen, mit fast allen Vermietern neue Verträge auszuhandeln, teilte Insolvenzverwalter Ottmar Hermann mit: "Damit ist die letzte Hürde für die Übernahme der Discount-Warenhauskette Woolworth durch das Erwerberkonsortium aus Tengelmann-Gruppe und H.H Holding GmbH gemeistert worden."

Keine Zukunft gibt es jedoch für die Filialen in Kassel, Bochum, Erfurt und Kaufbeuren. Die Woolworth-Filiale in Bochum wird den Angaben zufolge Ende August dichtgemacht, die drei anderen schlossen am 30. Juni. Dadurch fallen 120 Arbeitsplätze weg. In den verbleibenden 158 Häusern arbeiten 4.180 Mitarbeiter.

Neuanfang mit verkleinertem Sortiment

Die DWW Woolworth Deutschland GmbH & Co. KG (Frankfurt/Main) hatte wegen drohender Zahlungsunfähigkeit im April 2009 Insolvenzantrag gestellt. Damals hatte das Unternehmen mehr als 9.000 Mitarbeiter.

In der Folge wurden 150 meist kleinere Filialen geschlossen oder an andere Einzelhändler verkauft. Die übrigen 162 Geschäften wurden mit verkleinertem Sortiment neu aufgestellt.

Seit Juli 2010 gehört die Billigkaufhauskette zur HH Holding. Daran sind Tengelmann-Eigentümer Erivan Haub und Kik-Gründer und Geschäftsführer Stefan Heinig beteiligt.