Die insolvente Kaufhauskette Woolworth strebt für die zweite Jahreshälfte einen Gewinn an. Weit mehr Filialen als angekündigt sollen zudem weitergeführt werden. 

Mit hoher Wahrscheinlichkeit werde die Warenhauskette schwarze Zahlen schreiben, erklärte ein Sprecher des Frankfurter Insolvenzverwalters Ottmar Hermann am Mittwoch. Es sei im Insolvenzverfahren gelungen, die Personalkosten deutlich zu senken, das Sortiment gezielt auszudünnen und die Mieten zu senken.

Woolworth sei inzwischen sehr gut aufgestellt. Vorbehaltlich der Verhandlungen mit den Eigentümern der Immobilien würden in der Insolvenz voraussichtlich deutlich mehr als die zuletzt genannten 150 von ursprünglich 310 Woolworth-Filialen fortgeführt.

Auch der Verkauf der übrigen Standorte komme gut voran, erklärte der Sprecher. In wenigen Wochen könnten voraussichtlich Übernahmen ganzer Pakete durch namhafte Handelsunternehmen bekanntgegeben werden.

Namhafte Händler sollen Immobilienpakete übernehmen

Ziel des Insolvenzverwalters sei es, die Übernahme von möglichst großen Teilen des Woolworth-Personals zu sichern. Bundesweit hat das Handelsunternehmen rund 9.000 Beschäftigte. Hermann will vor allem die mittelgroßen Filialen fortführen, während die ganz kleinen und ganz großen Geschäfte geschlossen werden.

In den Umbau der fortgeführten Filialen werde eine einstellige Millionensumme investiert, sagte der Sprecher. Die Vorbereitungen für das wichtige Weihnachtsgeschäft liefen auf Hochtouren. Sobald die Gewinnzone erreicht sei, könne der Insolvenzverwalter in aller Ruhe die Angebote möglicher Investoren prüfen.