Die Kaufhauskette Woolworth schreibt drei Jahre nach ihrer Insolvenz nach eigenen Angaben wieder schwarze Zahlen und will expandieren. Genaue Zahlen werden aber nicht genannt.

Im ersten vollständigen Geschäftsjahr nach dem Neustart 2011/2012 (30. April) seien etwa 400 Millionen Euro Umsatz erreicht worden, teilte eine Sprecherin des Unternehmens am Montag in der Konzernzentrale in Unna mit.

Zum Ergebnis machte sie jedoch keine genaueren Angaben. Gewinne würden komplett ins Unternehmen investiert, sagte die Unternehmenssprecherin.

Vor drei Jahren hatte das Unternehmen Insolvenz beantragt und wagte 2010 mit neuen Eigentümern und neuer Strategie den Neustart. Woolworth bietet unter dem Slogan "Das billige Kaufhaus seit 1879" vor allem Waren zu günstigen Preisen an.

Mehr als 50 neue Standorte

Seit dem Neustart habe Woolworth 52 Kaufhäuser neu eröffnet. Die Gesamtzahl stieg auf 204. Langfristiges Ziel sei es, das Filialnetz auf 500 Standorte auszuweiten, sagte der geschäftsführende Gesellschafter Dieter Schindel laut Mitteilung. Inzwischen arbeiteten knapp 5.000 Menschen für Woolworth.

"Vorrangig suchen wir Standorte in frequentierten Geschäftslagen in Städten ab 30.000 Einwohnern", heißt es auf der Homepage des Unternehmens. Neben 1a-Lagen kämen auch Fachmarktzentren oder Shoppingcenter in Betracht. Gesucht werden Ladenflächen zwischen 1.000 und 2.000 Quadratmetern.