Das insolvente Kaufhausunternehmen Woolworth sieht Licht am Ende des Tunnels: Die Fortführung des Unternehmens sei so gut wie sicher, sagt der Insolvenzverwalter.

Gut ein Jahr nach der Fast-Pleite von Woolworth Deutschland geht der Investorenprozess nach Angaben des Insolvenzverwalters in die entscheidenden Phase.

"Wir stehen kurz vor dem Gipfel, sind aber noch nicht über den Berg", sagte Insolvenzverwalter Ottmar Hermann am Freitag. Es sei gelungen, mehrere Verträge mit Bietern zu unterzeichnen, die eine Fortführung von Woolworth als Familiendiscounter ermöglichen würden.

Vermieter müssen noch zustimmen

Der Gläubigerausschuss habe den Verträgen bereits zugestimmt. Die Zustimmung der Vermieter, insbesondere die des Finanzinvestors Cerberus als Hauptvermieter, stehe aber noch aus.

Hermann widersprach Berichte, wonach Cerberus bei den potenziellen Erwerbern von Woolworth verbesserte Mietkonditionen durchsetzen wolle. Die Gespräche mit Cerberus verliefen "positiv" und "sehr konstruktiv", sagte er.

Die DWW Woolworth Deutschland GmbH & Co. KG hatte wegen drohender Zahlungsunfähigkeit im April 2009 Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen ist mehr als 80 Jahre alt und hat - nach jüngsten Angaben - 9.150 Mitarbeitern bundesweit.