Bei schlechtem Wetter gehen die Menschen ungern vor die Tür, etwa zum Einkaufen. So war es gegen Ende der vergangenen Woche, als das Sturmtief "Xaver" wütete.

Sturmtief "Xaver" hat das Weihnachtsgeschäft beeinträchtigt. Wie der Einzelhandelsverband HDE mitteilte, war der Umsatz in der zweiten Adventswoche schwächer als in der ersten. "Xaver hat den Menschen in einigen Regionen die Lust auf einen Einkaufsbummel verdorben und die Kunden vom Gang in die Geschäfte abgehalten", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am Sonntag.

Laut einer HDE-Umfrage klagte die Hälfte der Händler über Umsatzeinbußen. Davon waren laut Mitteilung die Händler in den Innenstädten besonders betroffen. Gut sei das Geschäft mit Uhren und Schmuck gelaufen, auch Lebensmittel und Haushaltsgeräte seien häufig verkauft worden, hieß es. Trotz Einbußen blieben die Händler optimistisch, erklärte Genth. Denn: "Erfahrungsgemäß kaufen die meisten Kunden ihre Geschenke eher knapp vor dem Fest", sagte er.

Laut Einzelhandelsverband gewinnen Gutscheine an Bedeutung. Auf sie entfallen voraussichtlich drei Prozent des Umsatzes in den letzten beiden Monaten des Jahres, hieß es. Insgesamt erwartet der HDE in diesem Jahr im Weihnachtsgeschäft einen Gesamtumsatz von 80,6 Milliarden Euro - 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anteil des Onlinehandels wird demnach weiter rasant wachsen. Der Verband erwartet, dass dieser um 15 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro steigt.