Frauen kaufen öfter im Internet ein, dafür geben Männer mehr Geld aus - das zeigt eine neue Studie. Erfreulich: Das Ausfallrisiko bei Kreditkartenzahlungen ist so niedrig wie nie zuvor.

Ein Zahlungsausfallrisiko von 0,1725 Prozent hat die Deutsche-Bank-Tochter  Deutsche Card Services im E-Retail-Report 2010 für die im Netz dominierende Zahlart Kreditkarte ermittelt. Konkret heißt das: Weniger als zwei von 1.000 Transaktionen im Web platzen.

Jens Mahlke, Geschäftsführer der Deutschen Card Services, führt diesen Erfolg auf den verstärkten Einsatz von Sicherungsmaßnahmen wie "3-D Secure" ("Verified by Visa", "MasterCard SecureCode") zurück.

"Auch wenn im klassischen Ladengeschäft entsprechende Maßnahmen für Händler selbstverständlich sind, war dies im Online-Bereich bisher oft nicht der Fall", ergänzt Mahlke.

Dezemberabende sind am lukrativsten

Der E-Retail-Report, der das Kauf- und Zahlverhalten im Online-Warenhandel erfasst, erscheint zum vierten Mal in Folge. Die Auswertung basiert auf realen Kaufvorgängen. Datengrundlage bilden rund acht Millionen Transaktionen, die über die Plattform der Deutsche Card Services abgewickelt wurden. 

Die umsatzstärksten Stunden des Jahres liegen für den Onlinehandel im Dezember zwischen 20 und 22 Uhr. Pro Einkauf im Netz gibt Otto Normalverbraucher statistisch 61,18 Euro aus, so ein weiteres Ergebnis der Studie.

Hamburger kaufen am meisten online

Ein Trend hat sich 2010 verfestigt: Sechs von zehn Kaufvorgängen bei europäischen Online-Warenanbietern werden inzwischen von Frauen getätigt. Aber: Männer kaufen online teurere Waren ein. Ihr Einkaufskorb ist im Durchschnitt rund 25 Euro mehr wert als der von weiblichen Online-Käufern.

Die kauffreudigsten Onlinekunden Deutschlands leben im Großraum Hamburg. Hier liegt der durchschnittliche Warenwert pro Kaufvorgang bei 62,15 Euro. Schlusslicht ist laut Report Erfurt mit 56,02 Euro Umsatz pro Bestellvorgang.