Der Kampf um die Vorherrschaft beim sicheren Bezahlen im Internet ist in vollem Gang - und immer mehr Beteiligte steigen aus. Heute nimmt die Deutsche Bank 24 das Online-Bezahlsystem eCash vom Markt.

Der Kampf um die Vorherrschaft beim sicheren Bezahlen im Internet ist in vollem Gang - und immer mehr Beteiligte steigen aus. Heute nimmt die Deutsche Bank 24 das Online-Bezahlsystem eCash vom Markt.

Dass sich die Bank24 von ihrem Konzept "eCash" zurückziehen will, ist schon länger bekannt. Nun ist es amtlich. Carsten Mürl, bei der Deutschen Bank verantwortlich für Produktbetreuung ePayment/eCommerce, erläuterte gegenüber CYbiz, dass einfach die kritische Masse beim Online-Bezahlsystem eCash nicht erreicht wurde. Und: Die Deutsche Bank müsse nicht alle Geschäftsfelder besetzen. Für die Deutsche Bank werde Paybox zum strategischen Partner der Deutschen Bank, wenn es um E-Payment gehe.

Die Unternehmensberatung Mummert + Partner sieht die Ursachen wie folgt: Vorausbezahlte Systeme werden sich nicht durchsetzen. Bisher würden nur 1,5% der Online-Shopper mittels elektronischer Geldbörse zahlen.

Die Vielzahl von Bezahlsystemen im Internet schrecke die Nutzer ab, stellt Mummert weiter fest. Drei von vier Neulingen beim Online-Shopping bevorzugen die konventionelle Rechnung. Die Folge für die Händler: Zusätzliche Kosten durch das notwendige Forderungsmanagement und die hohe Betrugsquote beim Online-Shopping. Bestellungen per Nachnahme würden die Händler mindestens drei Mark kosten. Deshalb fordert die Hamburger Unternehmensberatung ein einheitliches Internet-Zahlungssystem, das zumindest aus Händlersicht dringend erforderlich sei.

Vorausbezahlte Systeme, sogenannte elektronische Geldbörsen, hätten jedoch nach Experteneinschätzung kaum Überlebenschancen. Der Grund: Die geringe Marktdurchdringung mache eine kostengünstige Abwicklung bei vorausbezahlten Systemen unmöglich.

Die Zukunft gehöre E-Payment-Systemen, die den Zugang zu existierenden Zahlmitteln via Internet oder Handy benutzen, so die Einschätzung der Mummert + Partner Unternehmensberatung. Dabei spielen insbesondere psychologische Gründe wie die Vertrautheit mit bekannten Zahlmitteln eine Rolle: Noch immer hege ein Grossteil der Internetnutzer Sicherheitsbedenken. Immerhin vertreten 64% der Verbraucher die Auffassung, dass eine sichere, verschlüsselte Übertragung den Online-Einkauf attraktiver machen würde. Der weitere Nutzen für Kunden wie Händler liege in den einfach zu nutzenden Systemen.

Für die Banken sei die kostengünstige Abwicklung der Transaktionen über die bestehende Infrastruktur interessant. Sie könnten ihre Kunden durch ein Angebot eines Internet-Zahlungssystems an sich binden und neue Kunden gewinnen. 73% der Kreditinstitute geben an, dass Mobile Payment mittels UMTS in Zukunft die größte Bedeutung haben würde. 78% erwarten, mit dem mobilen Bezahlen den größtenten Umsatz im M-Commerce zu erzielen, ergab eine Studie der Mummert + Partner Unternehmensberatung. (RS)


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