2014 ging Zalando mit 21,50 Euro je Aktie an die Börse. Danach klettert der Kurs nach einigen Schwankungen deutlich über den Ausgabekurs. Nun nehmen einige Großaktionäre Onlinemodehändlers die Gewinne mit.

Sechs Monate nach dem Börsengang des Onlinemodehändlers Zalando haben sich einige Großaktionäre von Teilen ihrer Aktien getrennt. Insgesamt seien rund 18 Millionen Papiere oder 7,3 Prozent des Grundkapitals bei institutionellen Investoren platziert worden, teilte Zalando am Mittwoch in Berlin mit. Zu den Verkäufern gehörten unter anderem der von den Samwer-Brüdern kontrollierte Fonds Global Founders Capital und dessen Start-up-Schmiede Rocket Internet sowie eine zur Verlagsgruppe Holtzbrinck zählende Beteiligungsgesellschaft.

Der größte Anteilseigner, der schwedische Fonds Kinnevik, behielt dagegen alle Aktien. Unter dem Dach der Samwer-Brüder (Rocket Internet) war Zalando groß geworden. Der Platzierungspreis lag mit 23,75 Euro rund zehn Prozent über dem beim Börsengang im Oktober festgelegten Emissionskurs von 21,50 Euro. Die inzwischen im SDax notierte Aktie hatte nach dem Börsengang eine Berg- und Talfahrt hingelegt und schwankte dabei zwischen 17 und 27 Euro. In den vergangenen Monaten hatte sich das Papier deutlich oberhalb des Emissionspreise etabliert.

Zalando hatte zuletzt mit guten Zahlen überzeugt. 2014 erzielte das Unternehmen erstmals einen Gewinn und konnte den Umsatz deutlich steigern. Das Berliner Unternehmen hat angekündigt, 2.000 neue Beschäftigte einzustellen - zuletzt hatte Zalando rund 7.600 Mitarbeiter.