Mönchengladbach soll der nächste Logistikstandort von Zalando werden. Der Berliner Onlinehändler will dort neue 1.000 Arbeitsplätze schaffen.

Zalando expandiert weiter. Der Onlinehändler beginnt im Oktober dieses Jahres mit dem Bau eines weiteren Logistikzentrums. Mitfinanziert vom Investor Goodman errichtet der Modeversender auf 110.000 Quadratmetern in Mönchengladbach einen Standort, um die Vertriebsaktivitäten in den westeuropäischen Kernmärkten weiter zu stärken, wie das Unternehmen mitteilt. Bereits im Herbst 2013 soll der Testbetrieb aufgenommen werden, schreibt Zalando. Das Berliner E-Commerce-Unternehmen plant, in Mönchengladbach künftig etwa 1.000 Mitarbeiter zu beschäftigen.

"Zalando verfolgt international einen erfolgreichen Wachstumskurs. Wir und unsere Investoren sind überzeugt, dass sich Logistik dabei als eine unserer Kernkompetenzen erweist", wird David Schröder, Geschäftsführer der MyBrands Zalando eLogistics GmbH, in der Pressemitteilung zitiert. 

Erste Einstellungen im Frühjahr 2013

Mönchengladbach hat sich demnach im Wettbewerb gegen andere Standorte in Westdeutschland und Europa durchgesetzt. Neben der "vertrauensvollen" Zusammenarbeit mit dem Land, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft NRW.Invest und der Stadt habe auch die gute Lage in der Metropolregion bei der Entscheidung eine zentrale Rolle gespielt.

Erste Mitarbeiter sollen ab Frühjahr 2013 eingestellt werden. Dabei sei eine enge Kooperation mit der Arbeitsagentur Mönchengladbach geplant.

Zalando stellt derzeit in Erfurt das erste eigene Logistikzentrum fertig. Im August 2012 hatten mehr als 350 Mitarbeiter den Testbetrieb in der 78.000 Quadratmeter großen Halle aufgenommen. Bei guter Geschäftsentwicklung plant der Onlinehändler bis zu 2.000 Arbeitsplätze im Güterverkehrszentrum Erfurt zu schaffen.

Von Erfurt und Mönchengladbach aus sollen künftig alle europäischen Länder beliefert werden. Zalando ist mittlerweile in 14 Märkten Europas aktiv. Seit kurzem ist der Shop auch in Polen und Norwegen online.