Die Investitionen in Technologie und Logistik zahlen sich offenbar aus: Zalando hat seine ehrgeizigen Wachstumsziele erreicht - und will nun noch mehr. Die Eigner feiern die Neuigkeiten.

Der Online-Modehändler Zalando hat nach einem guten Geschäft im zweiten Quartal seine Gewinnprognose für 2016 erhöht. Bei der Marge, basierend auf dem um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit), werde jetzt ein Wert zwischen 4 und 5,5 Prozent erwartet nach 3,6 Prozent im Vorjahr, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Dienstag in Berlin mit. Damit liegt die Zielspanne einen Prozentpunkt höher als bisher.

Gewinn und Umsatz springen nach oben

Die Investitionen in Technologie und in den Bau neuer Logistikzentren sorgen für effizientere Abläufe im Unternehmen und führten im zweiten Quartal zu einem Gewinnzuwachs: Nach ersten Berechnungen legte der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn (Ebit) auf 68 bis 88 Millionen Euro zu. Das ist eine Wachstumssteigerung von 120 bis über 190 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der Umsatz legte nach ersten Daten um 24 bis 26 Prozent auf 909 bis 924 Millionen Euro zu.

Bei den Erlösen rechnet das Unternehmen weiter mit einem Plus von bis zu 25 Prozent. Damit könnte der Umsatz im laufenden Jahr auf fast 3,7 Milliarden Euro steigen. Das operative Ergebnis würde beim gleichzeitigen Erreichen des oberen Bereichs der angepeilten Spanne von 107,5 Millionen Euro im Vorjahr nun auf rund 200 Millionen Euro klettern. Das wäre fast doppelt so viel wie 2015.

„Zalando hatte ein starkes zweites Quartal. Wir haben unser ehrgeiziges Wachstumsziel erreicht und unsere Profitabilität erheblich gesteigert", kommentierte Rubin Ritter, Mitglied des Vorstands, die Zahlen.

Die Börse feierte die Neuigkeiten des Onlineriesen: Nach Bekanntgabe der vorläufigen Zahlen schnellte die Aktie an die Spitze des MDax und legte gut 20 Prozent zu.