Der Modehandel leidet unter dem warmen Herbst - nur Zalando nicht. Der Onlinehändler legte im dritten Quartal beim Umsatz mächtig zu und erwartet für 2014 gar einen kleinen Betriebsgewinn.

Zalando erwartet in diesem Jahr erstmals schwarze Zahlen. Der Online-Modehändler mit den kostenlosen Retouren stellte am Mittwoch für 2014 einen leichten Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) in Aussicht. Dabei setzt er auf einen starken Schlussspurt durch das Weihnachtsgeschäft. Der Umsatz soll um 20 bis 25 Prozent steigen. 2013 lagen die Erlöse bei rund 1,8 Milliarden Euro. Laut Vorstand Rubin Ritter erwarte das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2014 konzernzweit einen "leicht positiven Betriebsgewinn". Damit trotzt der Versender dem Trend in der Modebranche, die unter dem warmen Herbst leidet.

In den ersten neun Monaten verdiente Zalando operativ rund eine Million Euro, vor einem Jahr waren noch fast 126 Millionen Euro Verlust entstanden. Der Umsatz legte in den ersten neun Monaten um gut ein Viertel auf gut 1,5 Milliarden Euro zu.

Mobile Kunden treiben die Umsätze

Im dritten Quartal stieg der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24,2 Prozent auf 501 Millionen Euro. Zuletzt hatte der Konzern nach eigener Aussage das operative Geschäft forciert, so etwa die Express-Lieferung für alle Märkte eingeführt.

Laut Mitteilung wuchs Zalando stark durch den mobilen Datenverkehr, der im dritten Quartal um 43 Prozent zulegte. Die eigene App hat in diesem Zeitraum 5,1 Millionen Downloads gehabt, teilt der Versender mit. Insgesamt registrierte Zalando im dritten Quartal 14,1 Millionen aktive Kunden - im Vorjahreszeitraum waren es noch 12,3 Millionen. Der durchschnittliche Warenkorb bei Zalando beträgt rund 65 Euro. Zum 30. September beschäftigte das Unternehmen rund 7.200 Mitarbeiter.

Der Onlineversender war im Oktober an die Börse gegangen, allerdings lief die Aktie bisher mäßig. An diesem Mittwoch stieg der Kurs allerdings zeitweilig um mehr als 8,5 Prozent an.