Wachstum bringt nicht nur Umsatz, der kostet auch zuweilen viel Geld. Das zeigt Zalando. Weil der Onlinehändler viel in verbesserten Service investiert, drückt das auf den Gewinn.

Der Onlinemodehändler Zalando hat sein Geschäft zum Start ins Jahr erneut stark ausgebaut, dabei aber wegen hoher Investitionen weniger verdient. Nach vorläufigen Berechnungen stieg der Umsatz im ersten Quartal auf 788 bis 801 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Berlin mitteilte.

Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Plus von 22,5 bis 24,5 Prozent. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) werde hingegen von den 29 Millionen Euro des Vorjahreszeitraums auf 12 bis 28 Millionen Euro zurückgehen.

Starker Umsatzanstieg für 2016 erwartet

Der Konzern steckt derzeit viel Geld in Technologie und den Bau neuer Logistikzentren. In Lahr entsteht derzeit ein neuer Standort mit 130.000 Quadratmeter Fläche, in Stradella bei Mailand entstand mit 20.000 Quadratmetern ein etwas kleineres Lager für den italienischen Markt. Zudem wird das Zentrum in Mönchengladbach ausgebaut.
Daher kann auch im Gesamtjahr der Anteil des operativen Gewinns am Umsatz möglicherweise sinken. 3 bis 4,5 Prozent stellt Zalando bei dieser Kennziffer weiterhin in Aussicht. Im Vorjahr hatten die Berliner 3,6 Prozent erzielt.

Der Umsatz soll 2016 um 20 bis 25 Prozent zulegen. Seine endgültigen Geschäftszahlen für das erste Quartal legt Zalando am 12. Mai vor.

Die Zahl aktiver Kunden stieg laut Zalando auf 17,9 Millionen. Aktuell testet das Unternehmen in Köln und Berlin in Zusammenarbeit mit Diensleistern neue Retourensysteme, bei denen die Kunden Wunschtermine bei der Abholung ihrer Rückläufer angeben kann.