Die Arbeitsämter haben in dieser Woche die Zehntausender-Grenze bei der Zusicherung von Green-Cards für IT-Spezialisten überschritten. Ersten Befragungen zufolge führt eine Green-Card zu 2,5 weiteren Arbeitsplätzen.

Die Arbeitsämter haben in dieser Woche die Zehntausender-Grenze bei der Zusicherung von Green-Cards für IT-Spezialisten überschritten. Dies teilte die Bundesanstalt für Arbeit heute in Nürnberg mit. Fast 60% aller bisherigen Zusicherungen für Green-Cards gingen an Betriebe mit bis zu 100 Beschäftigten.

Seit dem 1. August 2000, an dem die Green-Card-Verordnung in Kraft getreten ist, hat das IT-Sonderteam der Bundesanstalt für Arbeit nach eigenen Angaben fast 60.000 Anfragen von Arbeitgebern und Bewerbern beantwortet. Eine erste Befragung hat ergeben, dass eine Green-Card zu 2,5 weiteren Arbeitsplätzen führt. Weiteren Befragungen zufolge sehen vier von fünf Unternehmen eine Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit durch die Green-Card-Mitarbeiter; drei von vier würden ihnen einen unbefristeten Vertrag anbieten. Einige Green-Card-Inhaber wünschen sich eine Verlängerung ihrer Arbeiterlaubnis und die Verkürzung der einjährigen Wartezeit auf eine Arbeitserlaubnis für ihre Ehepartner. Im IT-Sofortprogramm der Bundesregierung ist die Arbeitserlaubnis für Green-Card-Inhaber auf fünf Jahre befristet.

Nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeit bereiteten die Personalchefs jede dritte Einstellung von ausländischen Spezialisten über das Internet vor. Die von der Bundesanstalt für Arbeit online eingerichtete Vermittlungsbörse für IT-Experten erhielt in diesem Zusammenhang gute Noten - unter anderem aufgrund der Qualifikationsstruktur der Bewerber. Arbeitgeber erwarten von ihren potenziellen Mitarbeitern vor allem Kenntnisse in den Programmiersprachen C++, JAVA/JAVA-Script sowie HTML, SQL und XML. (ST)


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