Das erste Halbjahr lief nicht so gut für die Süßwarenindustrie - trotz der Knabberkonjunktur während der Fußball-WM. Nur die Eishersteller freuten sich über die Hitze.  

Ist es zu heiß, stellen die Deutschen das Naschen ein: Der deutsche Süßwarenmarkt war im ersten Halbjahr 2010 leicht rückläufig, meldet der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI). Demnach ging der Absatz von Süßwaren um 0,6 Prozent auf 822.862 Tonnen zurück. Der Umsatz sank um 0,5 Prozent und lag in den ersten sechs Monaten des Jahres bei 5,32 Milliarden Euro.

Vor allem Süßgebäck und Zuckerwaren mussten starke Rückgänge hinnehmen. Zwar konnte der Verkauf von Schokoladewaren mengenmäßig mit einem Plus von 1,8 Prozent etwas zulegen, die reinen Schokoladenumsätze hingegen stagnierten nahezu. "Durch den heißen Sommer dürften die Schokoladenumsätze nun zusätzlich dahin schmelzen", heißt es in der Pressemitteilung des Verbandes.

Eis gegen Hitze, Chips zur WM

Die Speiseeishersteller haben erwartungsgemäß nichts gegen die Hitze einzuwenden: Zwar sei der Start ins Jahr bis einschließlich Mai wetterbedingt verhältnismäßig schlecht gewesen. Doch der heiße und sonnige Juni und die Fußball-Weltmeisterschaft bescherte den Eisherstellern ein Absatzplus von 1,9 Prozent und ein Umsatzplus von 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Apropos Fußball: Dank der WM wurden im ersten Halbjahr 6,8 Prozent mehr Chips, Nüsse und andere Knabberartikel abgesetzt als in den ersten sechs Monaten des Jahres 2009.