Sonderkonjunktur durch die EM: Dem Europameister Spanien winken 90 Mio. Euro, Deutschland kann sich laut einer Studie über 40 Mio. Euro freuen.

Auch die spanische Volkswirtschaft hat gestern Abend gewonnen. Laut einer Studie des "Centre of the International Business of Sport" an der Universität Coventry kann sich der Fußball-Europameister 2008 über einen konjunkturellen Sondereffekt im Wert von 90 Millionen Euro freuen.

Vom gesteigerten Konsumentenvertrauen profitieren

Aber auch Vize-Europameister Deutschland wird durch die EM 2008 von kurz- und langfristigen wirtschaftlichen Impulsen in Höhe von 40 Millionen Euro profitieren. Preisgeldern, Deals mit Sponsorenverträge, TV-Rechte, Zunahme des Ticket- und Fanartikelverkaufs, wachsender Tourismus und ein steigendes Konsumentenvertrauen im Land der EM-Finalisten sind nur einige der Faktoren, die sich laut Studienautor Professor Simon Chadwick in barer Münze auszahlen.

470 Millionen Euro Mehreinnahmen für die Gastgeber

Die Preisgelder für die Siege in allen Matches, inklusive des Endspiels, summieren sich für Spanien auf insegsamt 23 Millionen Euro . Wien, die Gastgeberstadt des Finalspiels, kann sich über einen Geldsegen von mehr als 100 Millionen Euro aufgrund des Endspiels freuen, wobei der kurzfristige Gewinn aus dem Verkauf von Speisen und Getränken, Fanartikeln und Übernachtungen voraussichtlich 65 Millionen Euro übersteigt.

Hinzu kommen längerfristige Vorteile wie die zu erwartende Zunahme des Tourismus in der österreichischen Hauptstadt, so die Studie, die im Auftrag des Kreditkartenanbieters und EM-Sponsor Mastercard erstellt wurde. Insgesamt ist zu erwarten, dass sich Österreich und die Schweiz als Gastgeberländer der UEFA EURO 2008 über einen wirtschaftlichen Impuls von 470 Millionen Euro freuen dürfen.