Beim Schnaps sind sich die Konsumenten einig: Es kommt auf die Marke an. Doch bei anderen Konsumgütern sind Deutsche und Österreicher preisbewusster als andere Nationen.

Marke gegen Preis: Je nach Nationalität achten europäische Verbraucher beim Einkauf verstärkt auf das eine oder das andere Merkmal eines Produkts. Deutsche und Österreicher orientieren sich in erster Linie am Preis. Spanier, Italiener, Polen und Russen dagegen treffen ihre Kaufentscheidung vorwiegend aufgrund der Marke. Das sind die Ergebnisse einer Studie des GfK-Nürnberg e.V. in neun europäischen Ländern.

Für deutsche und österreichische Konsumenten ist fast immer der Preis das
Ausschlag gebende Kaufkriterium. Bei Lebensmitteln und alkoholfreien Getränken,
aber auch bei Geräten der Unterhaltungselektronik wie beispielsweise
MP3-Player oder Fernseher gilt dies für rund 60 Prozent. Bei Kleidung
und Schuhen achten noch etwas mehr Verbraucher in Deutschland und
Österreich auf günstige Angebote: Mit 47 Prozent zeigt sich in dieser Produktgruppe
auch knapp jeder zweite Russe eher preisbewusst.

Spanier und Polen markenaffiner

Im Gegensatz dazu präsentieren sich die anderen untersuchten europäischen
Nationen in vielen Bereichen als eher markenaffin. So ist für sieben
von zehn Konsumenten in Spanien und Polen das Markenetikett entscheidend,
wenn sie Lebensmittel und alkoholfreie Getränke einkaufen. Bei Bekleidung
und Schuhen achten vor allem Italiener und Briten auf den Namen
des Produkts. Mit je rund 70 Prozent gelten Niederländer und Polen beim
Kauf von Unterhaltungselektronik als markenbewusst.

Geht es jedoch darum, welche alkoholischen Getränke eingekauft werden,
dominiert in allen neun untersuchten Ländern klar die Marke. Drei Viertel
der befragten Franzosen, Spanier, Polen, Briten und Niederländer sowie
immerhin die Hälfte der deutschen und österreichischen Konsumenten treffen
ihre Wahl bei Bier, Wein und Spirituosen aufgrund des Markennamens.

wim.