Manchmal kann einem Media-Markt schon ein wenig leid tun. Heute ventiliert die Meldung durchs Web, dass Amazon.de einen umfangreichen Download-Service für Software und Videospiele startet. "Ab sofort  stehen über  500 Toptitel, Blockbuster und Klassiker – Vollversionen und Add On’s  – für PC und Mac nahezu aller namhafter Publisher und Hersteller zum Download bereit."

Klar, das ist ein weiterer Sargnagel für die Retailer.

Aber eigentlich kein Grund zu digitaler Erregung.

Media-Markt bietet in seinem Download-Shop seit Sommer 2011 nach eigenen Angaben bereits rund 1.000 Titel in Sachen Spiele und Software. Das interessiert die Web-Welt gegenwärtig aber nur begrenzt.  Bestenfalls.

Amazon geht gleich preisaggressiv in den Clinch und bewirbt Preissenkungen von bis zu 50 Prozent. Und: Den  Toptitel Fifa 12 gibts bei Amazon für 24,97, bei Media-Markt für 29 Euro. Mass Effect 3 ist bei Amazon gleichfalls 5 Euro billiger.  Zwei Zufallsstichproben, aber auch im Download-Segment steht die erhoffte Preisführerschaft von Media-Markt auf tönernen Füßen.  Media-Markt kann einem manchmal auch ein bisschen mehr leid tun.