Dropgifts-Mitgründer Adrian Renner
Dropgifts-Mitgründer Adrian Renner

Jetzt geht's aber Schlag auf Schlag bei Dropgifts: Erst vor fünf Tagen wurde bekannt, dass T-Venture mit einer siebenstelligen Summe bei der Geschenkplattform einsteigt. Und jetzt ist auch Holtzbrinck Ventures siebenstellig bei dem Startup der Samwer-Brüder mit von der Partie. "Holtzbrinck ist einer der präsentesten Investoren in Deutschland, der immer schon früh das Potenzial von Startups erkannt hat", sagt Adrian Renner, Co-Founder und Managing Director von Dropgifts.

Das Geschäftsmodell, geklont vom erfolgreichen schwedischen Anbieter Wrapp, ist denkbar einfach: Nutzer von Dropgifts können dort Geschenkgutscheine erwerben und diese an ihre Facebook-Freunde weiterleiten, allein oder mit finanzieller Beteilung weiterer Schenker. Dort werden sie, auf Wunsch mit Fotos der Absender, an die Pinnwand geheftet. Der Beschenkte kann die Geschenke dann einlösen. Dropgifts streicht Provisionen von den Gutscheinanbietern ein. Dazu gehören Unternehmen wie Amazon, Butlers, Christ, Cinemaxx, Douglas, Görtz, Mytoys, Notebooksbilliger.de und Otto. 

Die Investments bestätigen die günstige Prognose, die auch etailment dem Geschäftsmodell bereits zum Start im vergangenen Februar gegeben hatte: "Das System erzeugt zum einen durch seine Art der Verbreitung und der Option des gemeinsamen Schenkens eine hohe Viralität. Davon profitiert zunächst einmal das Geschenke-System selbst. Auf den zweiten Blick aber auch der Händler durch die öffentliche Wahrnehmung des Gutscheins und damit seiner Marke im Freundeskreis. Jeder Gutschein wird zur öffentlichen und multiplizierbaren Empfehlung."

Holtzbrinck Ventures hat vor allem das Potenzial eines bisher vor allem offline stattfindenden Marktes erkannt: "Das Geschäft mit Geschenkkarten ist immer noch sehr tradiert", erklärt David Kuczek, Principal bei Holtzbrinck Ventures Adviser. "Dabei birgt es online aufgrund hoher Viralität ein riesiges Potenzial."

Obwohl erst einige Monate am Start, ist Dropgifts bereits in zwölf Ländern aktiv: Argentinien, Brasilien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Norwegen, Spanien und USA. Insgesamt habe man via Facebook bereits 17.000 Fans gewonnen.