Im Juni 2011 ging Google mit dem neuen „Authorship Markup“ in den USA online und auch in Deutschland ist es seit einigen Wochen live. Durch dieses Markup kann eine Verbindung zwischen einem Artikel und dem Autor geknüpft werden, wodurch in den Suchergebnissen neben dem Artikel selbst auch ein Bild des Autors und dessen Google+ Seite angezeigt wird. Hier ein Beispiel:

Dies soll dazu führen, dass die Suchergebnisse an Vertrauenswürdigkeit gewinnen und die Reputation der Autoren gestärkt wird. Ob der Einsatz des „Authorship Markups“ auch Einfluss auf das Ranking hat, gilt jedoch noch abzuwarten. Was man sich recht gut vorstellen kann, ist das solche Suchmaschinenergebnisse eine höhere Klickrate haben werden von der man sich recht sicher ist, dass sie ein Rankingfaktor ist. Die Wahrscheinlichkeit ist also groß, dass es schon jetzt einen indirekten SEO Effekt davon gibt.

Verwendung des „Authorship Markups“

Es bestehen zwei Möglichkeiten, um einen Artikel mit der Google+ Seite des Autors zu verknüpfen.

  1. Innerhalb des Artikels muss der vollständige Name sowie die E-Mail Adresse des Autors genannt werden. Hier gilt es darauf zu achten, dass die Mail-Adresse auch bei Google+ verifiziert ist. Anderenfalls kann Google keine Verbindung zwischen dem Artikel und der Google+ Seite des Autors herstellen.
  2. Die zweite und auch zuverlässigere Methode ist, aus dem Artikel heraus einen Link zur Google+ Seite des Autors zu setzen. Dieser Link muss mit dem Attribut rel=“author“ benannt werden. Um Missbrauch vorzubeugen und zu verhindern, dass Artikel mit falschen Autoren getaggt werden, muss im Gegenzug auch die Google+ Seite des Autors auf den Artikel verlinken.

Alle Daten des Markups können in den Webmaster Tools unter dem Punkt „Autorenstatistiken“ verfolgt und ausgewertet werden.

Bedeutung des Markups

Das „Authorship Markup“ ist vor allem für Autoren sowie für die User von Google von Bedeutung. Das Markup gibt dem Artikel ein Gesicht; bereits in den SERPs wird die Person gezeigt, die hinter dem Artikel steht und für die Inhalte verantwortlich ist. Besonders Artikel von bekannten und populären Autoren dürften durch die Einbindung des Markups also profitieren.

Auch für die Stärkung der Reputation der Autoren ist das Markup von Bedeutung. Durch die Anreicherung der SERPs mit einem Bild und Zusatzinformationen wie z.B. die Verknüpfung zur Google+ Seite des Autors und weiteren Werken können sich Autoren eine eigene und unabhängige Reputation aufbauen, die nicht mehr nur an die Onlineportale gebunden ist, auf der ihre Artikel veröffentlicht werden. Auch gut vernetzte und populäre Autoren von kleineren Onlinezeitungen können so schneller gefunden werden.

Mit dem „Authorship Markup“ entsteht also eine Art AuthorRank, welches vor allem durch die Popularität des Autors und nicht die Stärke einer Webseite oder Domain beeinflusst wird. Es ist sehr wahrscheinlich dass Google den PageRank und alle anderen Rankingfaktoren in Zukunft durch einen solchen AuthorRank ergänzen wird. Im eCommerce Kontext kann das Authorship Markup sehr gut taugen um Produktbewertungen oder Tests mit wirklichen Personen zu verbinden und diesen dadurch mehr Bedeutung zu verleihen.

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Über den Autor:  Andre Alpar war mehr als drei Jahre lang Director Online Marketing bei Rocket Internet und beriet ausgewählte Portfolio-Unternehmen in strategischen Fragen des Online Marketing. Unter anderem hat er dort Projekte wie eDarling, Zalando und Groupon mitbetreut. Seit 2012 ist er Partner der Online-Marketing-Agentur AKM3: Alpar gründete bereits mehrere Unternehmen und ist als Business Angel aktiv. Er ist außerdem CMO beim Online Zigarren Händler Noblego.de. Er bloggt unter Andre.fm sowie für AKM und twittert unter @andrealpar. Für etailment schreibt er nun regelmäßig in einer Kolumne über seine Sicht der Dinge in Sachen Online-Marketing.

Über AKM3:  AKM3 ist eine Online-Marketing Agentur mit Schwerpunkt Suchmaschinenoptimierung (SEO). Insbesondere durch das internationale Linkmarketing hebt sich AKM3 von anderen SEO-Agenturen ab. Bei der 2010 gegründeten AKM3 arbeiten mittlerweile über 50 Mitarbeiter. So kann für international agierende Kunden bereits für 15 Länder skalierbares Linkmarketing umgesetzt werden. Weitere Themenschwerpuunkte sind Reputation Management, Local SEO, Google Shopping und Universal Search Optimierung sowie SEA.