Es sind alarmierende Zahlen für den Offline-Handel. Knapp 37 Prozent der Smartphone-Besitzer scannen regelmäßig oder gelegentlich Barcodes, um sich mobil über Produkte und Preise zu informieren.

Showrooming wird damit zu einer immer größeren Bedrohung und zu einem Vorteil für den E-Commerce.  Diese Preitransparenz könnte, urteilt Fittkau & Maaß im W3B-Report "Mobile Commerce", "den Handel revolutionieren".

Ein App will nun das Showrooming spielerisch aushebeln.

Ein Trost bleibt den Händlern. Die Gleichung "Mobil informieren = mobil kaufen" geht im deutschen Mobile Web (noch) nicht auf. W3B befragte Smartphone-Besitzer, die ihr Gerät für mobile Preis- und Produktinformationen einsetzen, wo sie im Anschluss an den mobilen Info-Abruf normalerweise einkaufen.

Knapp ein Viertel kauft anschließend meist sogar offline in einem Geschäft außerhalb des Internet. Und nicht einmal jeder Zehnte (9,0 %) bestellt im Anschluss an die mobile Preis- oder Produktrecherche direkt im Mobile Web.  Allerdings gaben die allermeisten (62,4 %) an, dann vorwiegend im stationären Internet bzw. klassischen Webshop auf Shopping-Tour zu gehen.

 Produkt- und Preisinformationen mobil abzurufen wird aber immer gebräuchlicher. So gibt heute deutlich mehr als die Hälfte der Smartphone-Besitzer (56,8 %) an, sich mindestens gelegentlich via Mobile Web über Produkte zu informieren. Jeder Vierte tut dies sogar regelmäßig. Nahezu ebenso viele setzten ihr Smartphone für Preisinformationen bzw. -vergleiche ein: Insgesamt rund die Hälfte (49,7 %) tut dies gelegentlich; der Anteil der regelmäßigen Nutzer liegt hier bei einem Fünftel.

Dem Showrooming ein Schnippchen schlagen, das versucht unterdessen die App "Tip or Skip". Die Mechanik: Nutzer teilen Fotos einen Produkts mit ihren Freunden oder der Community. Die entscheidet dann mit, ob der Artikel gekauft werden soll oder ob sich noch was besseres finden lässt. Einen zwingenden Grund, dann doch im Store einzukaufen. liefert die App indes nicht.