Groupon zeigt mit grouponshop.de, dass die Schnäppchenmarke den umfassenden Anspruch hat, der günstigste Anbieter zu sein. Es geht nicht nur darum, den Nutzer auf die Website zu locken,  um einen billigen Rabatt zu bekommen. Es geht auch um die überzeugende Präsenz in Preissuchmaschinen. Ein sehr ehrgeiziges Konzept, glaubt Gastautor André Paetzel.

Der eine oder andere wird es wissen und vielleicht auch schon einmal dort eingekauft haben: Den Gutschein-Anbieter Groupon, ursprünglich ein reiner Schnäppchendealer, gibt es seit einiger Zeit auch auf der Seite grouponshop.de.

Die Seite ist klar strukturiert, gut aufgeräumt und setzt die Produkte ganz klar in den Fokus. So erwarten den Nutzer eine Reihe von Produktteasern, die sie direkt zu der gewünschten Kategorie und den Angeboten bringen. Wie bei vielen anderen Onlineshops auch, wirbt man hier natürlich mit viel Rabatt. Bis zu 70 Prozent soll es sogar auf einige Produkte geben - eine Strategie, die Groupon auch schon auf der ursprünglichen Plattform verfolgte. Auch hier gab es Gutscheine, bei denen man sich wirklich fragte, ob da für den Betreiber überhaupt noch etwas übrig bleibt.

Aber interessant ist natürlich nicht nur, ob die Preisnachlässe nur auf der Webseite kommuniziert werden. Daher habe ich mal zwei willkürliche Produkte ausgewählt und eine Preissuchmaschine genutzt.

Groupon Preisvergleich
Groupon Preisvergleich

Bei beiden Produkten, einmal einer Harley Sonnenbrille und das andere mal bei einer Guess Herrenuhr, steht Groupon auch im Preisvergleich vor der Konkurrenz.

Auch bei weiteren Produkten, zum Beispiel Parfüm, Kleidung und Schmuck, war dies fast immer Fall. Daran erkennt man ganz klar die Strategie von Groupon. Es geht ihnen bei weitem nicht nur darum, den Nutzer nur auf die Webseite zu locken, um einen hohen Rabatt zu bekommen. Auch auf anderen Plattformen, vor allem den Preissuchmaschinen, möchte man sich ganz klar vor der Konkurrenz positionieren.

Kurz gesagt, man möchte der günstigste Anbieter sein.

Strategisch hat man sich in diesem Bereich seitens Groupon natürlich gut ausgerichtet. Denn das Ganze erfordert nicht nur, dass man günstige Preise hat, sondern auch, dass man ein gutes Suchmaschinenmarketing betreibt. 

Aus Markensicht ist so eine Position, wie Groupon sie einnimmt, natürlich schwierig. Vor allem auch im Online-Segment. Denn wie weit kann ein Unternehmen im Preiskampf gehen? Da geht es nicht nur um die Konkurrenz, sondern auch um den Endverbraucher. Trotz sinkender Preise wird der Anspruch des Konsumenten größer. Hier spielt gerade das Thema Service eine wichtige und essenzielle Rolle. 

Und aus Erfahrung blieb dieser Service das eine oder andere mal leider auf Strecke. 

Über den Autor:

 André Paetzel absolvierte nach seinem Abitur eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während seiner Ausbildung setzte er sich sehr viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte sein Wissen in der strategischen Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte André Paetzel in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich von Social Media und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitet André Paetzel bei der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Er ist Assistent GF und im Bereich Neue Medien zuständig und verantwortlich für digitalen Themen. Andre bloggt zudem unter Logolook.de / Blog über Logos, Design und Marke, shotlook.de /Von der Straße ins Web, apaetzel.com / Against waste, Fotoblog über Müll.