Die E-Commerce-Branche rechnet mit einem umsatzstarken Weihnachtsgeschäft - das geht aus der bvh-Händlerbefragung zum "Weihnachtsgeschäft 2013" hervor und das wundert auch niemanden. Schaut man aber etwas genauer auf die Ergebnisse, zeigt sich auch eine gewisse Ernüchterung. Zwar rechnen über 40 Prozent der befragten interaktiven Händler mit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum "steigenden" Umsätzen, aber gut 51 Prozent gehen nur noch von plusminus null aus. Die Zeit des fast naturgesetzlichen, automatischen Wachstums sind offenbar vorbei.
 
Das bestätigt auch die Schulnoten-Einschätzung des diesjährigen Weihnachtsgeschäfts: Ein "sehr gut" geben nur noch 2 Prozent der Händler (Vorjahr: 18,2 Prozent). Aber immerhin liegt die Quote für "gut" mit 52,9 Prozent höher als im Vorjahr (48,5 Prozent). Ein "befriedrigendes" Geschäft erwarten 37,3 Prozent. Die Befragung wurde im November durchgeführt.


Wie wichtig das Weihnachtsgeschäft ist, zeigt ein Blick auf die Umsatzanteile: 13 Prozent der befragten Händler erzielten 2012 30 Prozent und mehr von ihrem Jahresumsatz vorm Fest, bei fast 32 Prozent liegt der Anteil zwischen 21 und 30 Prozent. Als absatzstärkste Zeiträume erwarten die Händler die zweite Dezemberwoche (34,1 Prozent) und die letzte Woche im November (31,8 Prozent). Um die Nachfrage anzuheizen, bietet über die Hälfte der Händler Rabatte beziehungsweise Sonderangebote an.