Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels erweitert seinen Namen um den Begriff E-Commerce und heißt nun bevh. Zudem hat der Verband einen neuen Präsidenten gewählt und zwei Innovationspreise verliehen.

Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) heißt ab sofort Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh). Dafür stimmten in Hamburg am Mittwochabend die Mitgliedsunternehmen des Branchenverbandes.
 
"Der E-Commerce ist Motor des Interaktiven Handels. Mehr als 80 Prozent des Branchenumsatzes werden heute im elektronischen Handel gemacht. Als Verband tragen wir dieser Bedeutung nun auch in unserem Namen Rechnung", erläutert Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer. "Es soll klar erkennbar sein, wer die Interessen des E-Commerce gegenüber Gesellschaft und Politik vertritt. Das ist unser Verband E-Commerce und Versandhandel, kurz: bevh."

Neben dem neuen Namen gibt es auch eine neue Verbandsspitze: Zum neuen Präsidenten des bevh wurde Gero Furchheim gewählt, Vorstand der Cairo AG, eines Versandhändlers für Büro- und Designermöbel mit Sitz im hessischen Groß-Umstadt. Er löst Thomas Lipke ab, der vier Jahre an der Spitze des Verbandes stand. Lipke ist Geschäftsführer des Outdoorhändlers Globetrotter.

"Einfach machen lassen" und "smobsh" ausgezeichnet

Zudem hat der Verband auf dem Kongress bvh 2.014 den Innovationspreis Rising Star verliehen. Gewonnen hat der Berliner Dienstleister "Einfach machen lassen". Das Unternehmen wurde im April 2010 gegründet und bietet Onlinekunden komplexe Dienstleistungen wie Heimvernetzungen von Computern oder Wandmontagen von TV-Geräten an.

Darüber hinaus hat der bevh den Innovationspreis für neue Dienstleistungen seiner Preferred Business Partner verliehen. In diesem Jahr konnte sich Speed4Trade mit dem Multichannel-Konzept "smobsh" gegen andere Bewerber durchsetzen.

Foto: smobsh / Speed4trade
Foto: smobsh / Speed4trade
smobsh steht für "smart.mobile.shopping". Hinter der Bezeichnung verbirgt sich ein digitales Terminal mit integriertem Touch-Display, das den stationären Handel um einen Online- und Mobileshop und um Funktionalitäten wie den Mobilen Checkout, Payment oder Kassenanbindung erweitert. Kunden können sich per Berührung des Bildschirms Artikelpräsentationen ansehen, Beschreibungen lesen, Bilder vergrößern und besondere Aktionen und Angebote nutzen. Will der Kunde ein Produkt kaufen, scannt er den abgebildeten QR-Code mit der auf seinem Smartphone installierten QR-Shopping-App von PayPal und schließt mit ein paar Klicks die Bestellung ab. Die Ware wird ihm dann nach Hause geliefert. Die ersten Installationen von smobsh-Terminals wurden im Jahr 2011 von der österreichischen Lebensmittelkette MPreis aufgestellt.