Wer seinen Umsatz optimieren will, kommt früher oder später an der Frage nicht vorbei: Geschäft im Ausland - ja oder nein? Deutsche Versandhändler sind bereits sehr rührig im internationalen Geschäft, wie eine aktuelle Umfrage des BVH unter seinen Mitgliedern ergab. 89,2 Prozent der Unternehmen sind laut der Studie "Cross Border Sale" bereits im Ausland vertreten. Und von den restlichen 10,8 Prozent planen derzeit knapp 43 Prozent eine internationale Expansion. Am meisten Scherereien machen im Ausland die rechtlichen Regularien.

Natürlich wagen sich die meisten Anbieter erst einmal nach Österreich (84,6 Prozent) und in die Schweiz (71,8 Prozent). Das macht wenig Aufwand, vor allem, weil es sich um deutschsprachige Länder handelt. Beliebt sind weiterhin EU-Staaten wie Frankreich (56,4 Prozent) und die Niederlande (46,2 Prozent). Aber auch außerhalb Europas sind die deutschen Unternehmen vertreten: Beliebt sind die USA und Kanada (jeweils 10,3 Prozent) und China (7,7 Prozent).

38,5 Prozent der im Ausland präsenten Unternehmen stellen ihre Unternehmensstrategie auf das Zielland ein. Die Hälfte davon passt das Produktsortiment an, 37,5 Prozent stellen das Marketing um, 12,5 Prozent die Preispolitik. Die Mehrheit jedoch überträgt ihr Modell einfach auf den ausländischen Markt. Im Zielland arbeiten jedoch bei über 70 Prozent mehr einheimische als deutsche Mitarbeiter. Bei gut 20 Prozent ist das Verhältnis ausgeglichen.

Und was macht es besonders schwer, im Zielland Fuß zu fassen? Als größte Markteintrittsbarrieren nennen 67,5 Prozent der im Ausland tätigen Versender rechtliche Regularien, es folgen mit 45 Prozent Schwierigkeiten bei der Versandabwicklung, jeweils 35 Prozent geben Probleme bei der Zahlungsabwicklung, fehlende Informationen über die ausländischen Märkte und sprachliche Barrieren an.

Von den Unternehmen, die erst noch ins Ausland expandieren wollen, nennen 66,7 Prozent die rechtlichen Regularien und fehlende Informationen über den dortigen Markt als größte Hindernisse. Ähnlich sieht es bei den Unternehmen aus, die sich lieber auf Deutschland beschränken wollen: Sie schrecken vor allem die rechtlichen Regularien (75 Prozent).

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