Die Umstrukturierung der Versender Otto, Baur und Schwab ist sinnvoll, kommt aber zu spät und geht noch nicht weit genug. Das ist die vorherrschende Expertenmeinung einer Umfrage der "Textilwirtschaft" zum bevorstehenden Umbau der Universalversender der Otto Group unter dem Projektnamen "Fokus". Die Experten sehen die Ursachen für die Misere vor allem in strategischen Fehlern der Vergangenheit. Und das sagen die Experten:

„Otto hat offensichtlich vor zehn Jahren wichtige Entscheidungen nicht getroffen. Das rächt sich jetzt.“ Prof. Gerrit Heinemann, Leiter  eWeb-Research-Centers an der Hochschule Niederrhein

 

„Es findet im Kern überall das Gleiche statt, anstatt sich die Bereiche aufzuteilen.“ Patrick Palombo,  Palombo-Consulting 

 

 


„Es ist wichtig, angesichts des zunehmenden Wettbewerbs gewachsene Strukturen kritisch zu hinterfragen.“ Aline Eckstein,  Leitung E-Commerce-Center beim Kölner Institut für Handelsforschung . 

 

Die Arbeitsgruppe mit dem Namen „Fokus“ besteht aus den Otto-Vorständen Alexander Birken und Dr. Michael Heller sowie Baur-Chef Marc Opelt. Das Gremium wird bis Jahresmitte ein Grobkonzept entwickeln, das anschließend bis Herbst zu einem Feinkonzept ausgearbeitet wird. Die Umsetzung soll dann zum Jahreswechsel beginnen.