Wer Kunden zu viele Informationen abfordert, bringt sich womöglich um Umsatz. Drei Viertel der Onliner sind bei der Eingabe persönlicher Daten unsicher oder geben zum Teil überhaupt keine persönlichen Daten im Netz preis. Die Folge. 70 Prozent der Deutschen haben aufgrund von Sicherheitsbedenken bereits auf Produktkäufe im Netz verzichtet. Das sind die zentralen Ergebnisse einer aktuellen, repräsentativen Studie von FriendScout24, Deutschlands Partnerportal Nr. 1, und dem Marktforschungsinstitut GfK.

Wie groß die Unsicherheit insgesamt ist , zeigt ein anderer Wert: 56 Prozent der Deutschen wären bereit, einen leicht höheren Preis für ein Produkt oder einen Service zu zahlen, wenn dies dem Datenschutz dient. 

26 Prozent der Internetnutzer haben indes keine oder wenig Bedenken, persönliche Daten einzugeben, wenn sie etwa einen Service in Anspruch nehmen oder ein Produkt erwerben wollen. 58 Prozent geben hingegen nur ungern Daten im Internet preis und zögern deshalb mit der Eingabe dieser Informationen. 16 Prozent erscheint die Eingabe persönlicher Daten sogar ein so unsicheres Unterfangen, dass sie diese so gut wie nie auf einer Website eingeben.

Dass muss nicht einmal an mangelndem Vertrauen gegenüber dem jeweiligen Webshop liegen.  "Die Datenskandale einiger weniger Firmen schaden der Entwicklung des Internes als Vertriebsplattform", sagt Martina Bruder, CEO FriendScout24 durchaus auch mit Blick auf die eigene Branche. Schließlich sind die Nutzer beim Online-Dating in Sachen Datenschutz besonders sensibel. 

Bei Frauen ist die Vorsicht dabei größer als bei Männern. Fast 80 Prozent fühlen sich bei der Dateneingabe „weniger sicher“ oder „unsicher“, aber nur 68 Prozent der Männer.

Wie aber lässt sich Vertrauen schaffen?

Eine SSL-verschlüsselte Datenübertragung betrachten 70 Prozent der Onliner als guten Schutz.

Die Einbindung eines TÜV-Siegels beseitigt bei 51 Prozent  Ängste.

Für ausführlichen Hinweise zum Thema Datenschutz in den AGB sprechen sich eigenartigerweise 45 Prozent aus. Eigenartigerweise deshalb, weil doch kaum ein Mensch AGB im Web liest.

Die Bekanntheit der Website oder der Marke lässt nur für 32 Prozent der Internet-Nutzer Rückschlüsse auf höhere Datenschutz-Standards zu.