Was ist Kunst? Eine Frage, mit der sich die Kunstwelt nur selten befasst. Denn und das merkt man recht schnell, wenn man mit Vertretern von ihnen spricht, sie findet ihre eigenen Definitionen.

Aber auch dann kann man mit Kunst Geschäfte machen. Auch Online.

Laut Angaben zur Umsatzentwicklung auf dem Kunstmarkt wurden 2009 in Deutschland schätzungsweise Kunstwerke im Wert von 1,84 Milliarden Euro ver- und gekauft. Weltweit belief sich der Wert der Verkäufe auf dem globalen Kunstmarkt auf 31,3 Milliarden Euro.

Kunst liegt im Auge des Betrachters

Seit eh und je wird den Auktionshäusern eine besondere Bedeutung zugeschrieben. Natürlich verkaufen Künstler auch aus oder in ihren Atelieres, doch zuletzt sind es Auktionshäuser, die die großen Preise erzielen. Uns so ist es in Zeiten der Digitalisierung auch nicht verwunderlich, dass Online-Aktionen eine immer wichtiger werdende Rolle spielen. Sie kennen bestimmt das Bild aus Filmen. Ein großer Raum, viele Menschen, die ab und an ihre Karten in die Höhe strecken. Von hinten ruft noch jemand ein neues Gebot hinein. Er ist am Telefon direkt mit dem Bieter vernetzt.

Zukünftig werden diese Leute im Büro oder zu Hause auf der Couch sitzen.

Am Freitag, 7. Dezember 2012 um 18:00 (MEZ) startet die weltweit erste Online-Kunstauktion. Veranstalter ist das Online Kunst- und Auktionshaus Auctionata. Das Berliner Unternehmen hat eine patentierte Technologie entwickelt, die eine Live-Berichterstattung in TV-Qualität mit den Interaktionsmöglichkeiten des Internets verbindet. Im 5 Minuten Rhythmus kommen dann Kunstwerke von Picasso und Co unter den Hammer. Jedes Gebot wird verzögerungsfrei und juristisch zuverlässig synchronisiert angezeigt. Das versichert zumindest der Anbieter.

Insgesamt wurden Objekte im Wert von über 22,5 Mio. EUR wurden Auctionata-Experten bereits geschätzt. Man darf also gespannt sein, wie viel Umsatz die Aktion am Ende generieren wird.

Aber nicht nur für die Kunstwelt ist dies ein neuer Schritt in eine digitale Zeit. Diese Aktion ist zugleich Vorbild für unterschiedlichste Branchen und Maßnahmen. Trotzdem muss man erst einmal sehen, ob die Technik denn dann wirklich so funktioniert wie man es sich erhofft. 

Über den Autor:

André Paetzel absolvierte nach seinem Abitur eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während seiner Ausbildung setzte er sich sehr viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte sein Wissen in der strategischen Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte André Paetzel in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich von Social Media und strategischer Digital Konzeption.

Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitet André Paetzel bei der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Er ist Assistent GF und im Bereich Neue Medien zuständig und verantwortlich für digitalen Themen. Andre bloggt zudem unter Logolook.de / Blog über Logos, Design und Marke, shotlook.de /Von der Straße ins Web, apaetzel.com / Against waste, Fotoblog über Müll.

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