Für einen Onlinehändler, der einen stationären Laden oder einen Pop-up-Store eröffnen will, ist es die Frage der Fragen Wo ist es am besten? Der Immobiliendienstleister Lührmann bietet neuerdings eine virtuelle Datenbank mit Fakten über die wichtigsten deutschen Städte.

Für Expansionsmanager im Handel ist das L3 Pflicht. Aber es ist auch schwer und dick. Denn dieses Standardwerk des Immobiliendienstleisters Lührmann hat es in sich – im wahrsten Sinn des Wortes. Denn wer den Handelsbesatz der 1-A-Lagen der wichtigsten deutschen Innenstädte dokumentieren will, braucht viel Papier. Und dort muss sich der Leser durchwühlen, Seite für Seite. Von Köln bis Dresden.

Auf einen Klick: So siehts aus in der 1-A-Lage von Köln
© Lührmann
Auf einen Klick: So siehts aus in der 1-A-Lage von Köln
Doch die neuen Zeiten haben kein Papier mehr. Heute kann man digital expandieren. Oder sich zumindest so seine wichtigen Informationen beschaffen. Das ist für Onlinehändler nicht unerheblich, bei denen alles irgendwie digital ist. Denn L3 gibt es neuerdings auch in einer Onlineversion. Lührmann und das Immobilienanalyseunternehmen Bulwiengesa machen hier gemeinsame Sache und haben dem Handel ein zeitgemäßes und wohl bisher einzigartiges Werkzeug an die Hand gegeben.

Digitales Atlas ist einzigartiges Werkzeug

Auf der Münchner Immobilienmesse Expo Real wurde L3 online der Öffentlichkeit präsentiert, und in der  Handelsbranche, so war zu hören, registrierte man den digitalen Atlas überaus interessiert. Zack, mit einem Mausklick alle relevanten Informationen einer 1-A-Lage erkennen. Das ist neu, das ist komfortabel.



150 Städte sind in L3 online gelistet, es gibt die üblichen Fakten mit Mieterbesatz und dem Verlauf einer 1-A-Lage. Doch die digitale Welt erlaubt ein viel größeres Angebot: Virtuelles Kartenmaterial, Filter nach Wunschbranchen einer Stadt oder Passantenfrequenzen. Klick, klick, ganz schnell geht das. Wichtig, etwa für Pop-up-Stors: Die aktuellen Leerstände sind auch vermerkt. Und es gibt die Rubrik In/Out-Mover. Heißt: Wie oft haben seit 2010 die Mieter an einem Standort gewechselt. Angaben zu den Höhen der jeweiligen Mieten bekommt der Nutzer ebenso geliefert. Ist ja schon von Belang.

Städte lassen sich direkt auf dem Bildschirm vergleichen

Was sehr clever ist: Zwei Städte lassen sich direkt auf dem Bildschirm miteinander vergleichen. Untersucht man beispielsweise Köln und will auch wissen, wie die gleiche Lage ein paar Kilometer weiter in Düsseldorf beschaffen ist, dann klickt man eben diese Stadt auch an, hat beide in der Ansicht nebeneinander und kann auf einen Blick sehen, wie viele Kaufhäuser, Textilhändler und gastronomische Betriebe beide Städte in ihren jeweiligen 1-A-Lagen haben. Und wo die Leerstände sind.



Aktuell bietet Lührmann auf seiner Website eine kostenlose Testversion von L3 online an, hier stehen nur vier Städte zur Verfügung: Potsdam, Nienburg, Köln und Wiesbaden. Eine nicht alltägliche Mischung, aber sie reicht, um das Prinzip dieser Datenbank zu erfassen. Ab 1. November ist die Vollversion online und käuflich zu erwerben. Kleine Einschränkung: Die Liste mit den In/Out-Movers betrifft zunächst nur die Top-7-Städte – soll aber baldigst auf sämtliche anderen ausgeweitet werden.

Player

Pop-up-Stores: Startups machen leere Flächen zur Erlebniswelt für den Onlinehandel

Sinkende Mieten, mehr leere Läden vor allem in Klein- und Mittelstädten. Der Onlinehandel hinterlässt Spuren in den deutschen Fußgängerzonen. Aber mit eigenen Läden, temporären Flächen und Pop-up-Stores füllen gerade Pure Player immer öfter die Lücken im Beton. Vom Interesse der Onlinehandels an Quadratmetern in der Kohlenstoffwelt wollen zwei junge Startups profitieren. Mehr lesen

Marketing

Pop-Up-Stores: So finden Händler die passende Location

Onlinehändler, die ihre Marke erlebbar machen wollen, treibt es in die Fußgängerzonen – Pop-up-Stores als Multichannel-Spielplatz und Testlabor. Doch wie kommt man am besten an entsprechende Ladenflächen? Man kann den Makler um die Ecke fragen. Doch auch einige Spezialisten haben sich auf die wachsenden Nachfrage hierzulande eingerichtet. Mehr lesen

Marketing

Warum Pure Player vom Pop-up-Store profitieren

Urbanara hat es auf 80 Quadratmetern an der Schönhauser Allee 48 in Berlin getan, eBay in London, auf der Oranienburger Straße in Berlin-Mitte und mit einem Weihnachtsmarkt auf dem Augustusplatz in Leipzig, Zalando hat es in Berlin und zuletzt in Mailand an der Via Vigevano getan - ein Pop-up-Store mitten in der Stadt. Doch was treibt ausgerechnet Online-Händler in die Welt von Brick&Mortar? Für den kurzfristigen Verkauf zwischen Betonwänden gibt es auch für Onliner gute Gründe. Mehr lesen