Unbeeindruckt von der Wirtschaftskrise baut die Drogeriemarktkette dm ihren Umsatz aus. Unternehmenschef Erich Harsch setzt sich derweil für bessere Löhne ein.

Im ersten Halbjahr (31. März) des laufenden Geschäftsjahres legten die Erlöse von dm-drogeriemarkt um neun Prozent auf 2,774 Milliarden Euro zu, davon entfielen gut 2 Milliarden auf Deutschland.

Die Zahl der dm-Märkte hat sich in Deutschland in der Berichtsperiode um 42 und im Konzern um 90 auf 2.311 Filialen erhöht.

Der Gewinn des Karlsruher Unternehmens sei "auskömmlich", sagte dm-Chef Erich Harsch am Mittwoch - genauere Angaben macht das Unternehmen traditionell nicht.

Absage an gesetzliche Mindestlöhne

Harsch nahm zudem kritisch Stellung zum Mindestlohn: die Einkommen von Mitarbeitern müssten eine vernünftige Größenordnung haben, sagte Harsch. Beschäftigte im Einzelhandel sollten "von ihrem Einkommen auskömmlich leben und ihren Lebensunterhalt bestreiten können", so der dm-Chef.
dm-drogeriemarkt: Die Zahlen des 1. Halbjahres (bis 31. März 2010)
dm-drogeriemarkt: Die Zahlen des 1. Halbjahres (bis 31. März 2010)


Man brauche aber keinen gesetzlichen Mindestlohn, sondern allgemeinverbindliche Entgelttarife. "Die Politik darf keine Löhne und Gehälter bestimmen, auch keine Mindestlöhne", sagte Harsch. Er forderte die Allgemeinverbindlichkeit der Entgelttarife und nicht nur die Allgemeinverbindlichkeit für ein Basisentgelt.

Trotz Wirtschaftskrise hatte dm-drogeriemarkt im Geschäftsjahr 2008/2009 beim Umsatz abermals zweistellig zugelegt.

dpa / dh