Sie hat sich verweigert, sie hat sich geziert, sie hat sich bei Amazon verabschiedet - Dann startete die Kette dm Drogeriemarkt einen Online-Shop in Österreich. Der Versuchsballon lieferte offenbar vielversprechende Zahlen. Jetzt steigt dm Drogeriemarkt auch in Deutschland mit einem Webshop ein und geht gleich in die Vollen. 

Zum Start des dm-Onlineshops ab Frühsommer 2015 auf www.dm.de will die Kette gleich nahezu das gesamte Sortiment der Märkte aufbieten. Redaktionelle Inhalte sollen das Onlineangebot ergänzen. Geliefert wird per DHL und Hermes. Auch eine Abholung in den Märkten steht auf dem Programm. dm Drogeriemarkt will für die Lieferung Versandkosten erheben. Höhe unklar.

Der Onlineshop von dm in Österreich macht mit 12.000 Artikeln so viel Umsatz wie eine durchschnittliche Filiale und erreicht über 1,6 Millionen Kundenkontakte. Der Drogeriemarkt bietet auch im Alpenland die Lieferung in die Filialen an. Dort kalkuliert dm den Versand so: "Der Standardversand bei einem Bestellwert unter 45 Euro beträgt 3,95 Euro, der Standardversand bei einem Bestellwert über 45 Euro beträgt 0,00 Euro. Der Express Versand kostet 10,95 Euro – egal wie hoch der Bestellwert ist."

Hierzulande trifft dm Drogeriemarkt unter anderem auf Anbieter wie den Drogeriemarktfilialisten Müller, der neben Beauty-Produkten auch Spielwaren und Haushaltswaren anbietet. Margenorientiert wird aber an klassischen Drogeriewaren im Sortiment gespart. Bestellungen werden zudem nicht an die Haustür geliefert, sondern nur in die Filiale.

Bei Rossmann, schon seit der Jahrtausendwende im digitalen Handel unterwegs, dürfte der Onlineumsatz in diesem Jahr im mittleren zweistelligen Millionenbereich liegen. Der Webshop mit seinem breiten Sortiment gilt noch nicht als profitabel.

Auch Ketten wie Rewe und Lidl bieten online Drogerieprodukte an. Und natürlich Amazon. Dort sogar teilweise im Abo.