Der Marktführer enteilt der Branche: dm-Drogeriemarkt blickt auf ein starkes erstes Geschäftshalbjahr zurück. Der Expansionsdrang des Unternehmens ist ungebremst.

Der Drogeriefilialist dm-Drogeriemarkt profitiert vor allem von seiner Expansion. Im ersten Geschäftshalbjahr (1. Oktober 2013 bis 31. März 2014) erwirtschaftete das Unternehmen in Deutschland einen Umsatz von 3,15 Milliarden Euro. Das sind 9,7 Prozent über dem Vorjahreshalbjahr, was einer absoluten Steigerung von 279 Millionen Euro entspricht, wie dm am Dienstag mitteilte. Zum Gewinn äußerte sich der Drogeriemarktbetreiber nicht.

Auf bestehender Fläche gab es ein Plus von 2,16 Prozent. "Nach den Zahlen der Marktforscher liegt unser Marktanteil nun bei 22 Prozent, der Abstand zu den Wettbewerbern hat sich vergrößert", teilte Geschäftsführer Erich Harsch mit. Seit Geschäftsjahresbeginn hat das Unternehmen 95 neue Filialen neueröffnet, "mehr als hundert weitere Mietverträge sind bereits unterzeichnet", sagte Harsch weiter.

Zum Onlinegeschäft wollte er sich nicht genauer äußern. "Da wachsen die Bäume noch nicht in den Himmel", sagte Harsch. "Man kann da eben auch schnell Geld verbrennen." Im vergangenen Jahr hatte sich der Drogeriekonzern von seinem Online-Shop bei Amazon verabschiedet. "Amazon hat uns gezeigt, dass dieser Weg nicht zukunftsträchtig ist. Welche Wege es gibt, eruieren wir, aber wir haben noch keine spruchreifen Ergebnisse", sagte der dm-Chef.

Sechs Milliarden Euro Umsatz angepeilt

In allen zwölf europäischen dm-Ländern zusammen erreichte das Unternehmen einen Halbjahresumsatz von 4,092 Milliarden Euro. Mit einem Zuwachs von 8,3 Prozent in Europa konnte dm dabei seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 313 Millionen Euro steigern. Für Harsch ist das ein Grund, optimistisch in die nahe Zukunft zu blicken: "Sechs Milliarden Euro in Deutschland und acht Milliarden Euro Jahresumsatz konzernweit sind im laufenden Geschäftsjahr möglich."

Derzeit laufe der Umbau der Unternehmenszentrale in Karlsruhe. Der Umzug von der Carl-Metz-Straße nach Durlach-Untermühl ist für 2017 geplant.

dpa, DH