Wachsen, wachsen, wachsen: dm-Drogeriemarkt baut sein Filialnetz unbeirrt aus. Und wer ständig größer wird, bilanziert auch steigende Umsätze.

Der Drogeriemarktfilialist dm-Drogeriemarkt setzt seine Expansion fort. Von Oktober bis März seien 58 Filialen neu eröffnet worden, damit gebe es nun knapp 3.300 dm-Märkte in Europa, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Karlsruhe mit. Gut die Hälfte davon befinden sich den Angaben zufolge in Deutschland (1.786); hierzulande lag auch der Schwerpunkt der Ausweitung (plus 42). dm ist in elf weiteren europäischen Staaten tätig, von Österreich und Tschechien bis nach Bulgarien.

Bis Ende des laufenden Geschäftsjahres im September sollen mehr als 40 neue Filialen eröffnet werden, hieß es.

Der Umsatz des Konzerns kletterte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2015/16 um 6,8 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro, davon wurden 3,7 Milliarden Euro in Deutschland erwirtschaftet (plus 6,5 Prozent). Vergleichswerte sind die Erlöse im ersten Halbjahr 2014/15. Den Gewinn veröffentlichte dm wie üblich nicht.

Niedrige Preise, stabiles Wachstum

"Wir sind sehr gut aufgestellt", sagte dm-Chef Erich Harsch. Er begründete das aus seiner Sicht stabile Wachstum unter anderem mit niedrigen Preisen der dm-Produkte. Die Umsatzrendite solle auch künftig bei ein bis zwei Prozent liegen.

Seit Sommer vergangenen Jahres verkauft dm seine Produkte auch über einen Onlineshop. Dieser werde von den Kunden gut angenommen, sagte Harsch. Den Angaben zufolge kommt der Online-Shop auf 4,3 Millionen Besuche pro Monat. Die Strategie, Produkte über stationäre Läden und über das Internet zu verkaufen, sei eine notwendige und langfristig sinnvolle Entscheidung gewesen, sagte Harsch.

dm ist Deutschlands größte Drogeriemarktkette. Ende März arbeiteten rund 38.600 Menschen für das Unternehmen in Deutschland, rund 1.600 mehr als ein Jahr zuvor. Im gesamten Konzern sind 55.000 Menschen beschäftigt, 2.350 mehr als vor einem Jahr.

dpa