Mangelnde Transparenz ist im Bereich E-Government ein weit verbreitetes Problem. Der Deutsche Multimedia Verband (dmmv) will daher künftig die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Verwaltung gezielt fördern.

Mangelnde Transparenz ist im Bereich E-Government ein weit verbreitetes Problem. Der Deutsche Multimedia Verband (dmmv) will daher künftig die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Verwaltung gezielt fördern. Beim Gründungstreffen des Forums "E-Government" am vergangenen Mittwoch in Frankfurt konnte der Branchenverband erstmals Vertreter von Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung an einen Tisch bringen. Ziel des Forums ist unter anderem der Aufbau einer Wissensdatenbank, in der Fragestellungen, mögliche Lösungswege und Hinweise auf weiterführende Informationsquellen dargestellt werden.

Unternehmen haben häufig Probleme, die Kommunen zu erreichen, sie von ihren Lösungen zu überzeugen oder diese erfolgreich zu implementieren. Große Hindernisse stellen dabei nicht selten die Komplexität der Verwaltung, eingefahrene Arbeitsweisen und ein Misstrauen einzelner Personen gegenüber den neuen Verfahren dar. Hinzu kommt, dass Unternehmen oft zu wenig über die Arbeitsweise und die Organisation der Verwaltungen wissen. Auch technische und rechtliche Probleme der neuen Systeme werfen immer wieder Fragen auf. Andererseits haben viele Verwaltungen und Unternehmen in gemeinsamen Projekten positive Erfahrungen sammeln können. Es gibt also eine Vielzahl von Erfahrungswerten - es fehlt jedoch die Transparenz.

Das dmmv-Forum E-Government will durch die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Verwaltung Abhilfe leisten. Daher ist zunächst der Aufbau eines Know-How-Pools in Form einer Wissensdatenbank geplant. Informationssuchende auf Seiten der Wirtschaft wie auch der Verwaltung können sich hier einen Überblick über die Erfahrungen anderer verschaffen. Die Datenbank soll dynamisch sein und ständig aktualisiert werden.

Insbesondere mittelständische Unternehmen und kleinere Kommunen sollen künftig in diesem Forum zu Wort kommen. Vertreter aus Schnittstellenbereichen der Verwaltungen von Bund und Ländern, die Fachbereiche verschiedener Universitäten sowie Vertreter größerer Unternehmen sollen weitere Erfahrungen zu Verfügung stellen und als Multiplikatoren fungieren. (ST)


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