Media-Markt und Saturn werden von den Kunden mächtig abgewatscht.  In einer repräsentativen Studie von Batten & Company,  Strategieberatung der BBDO Grupp,  fallen die Elektronikketten insbesondere auf Grund dramatischer Sympathieverluste im Händlermarken-Ranking um bis zu 24 Plätze ab. Überholte Geschäftsmodelle und schlechte Mitarbeiterführung würden von den Kunden konsequent abgestraft, urteilen die Studienautoren. Platz 1 im Ranking behautptet Amazon. Zalando zählt zu den großen Gewinnern.

Der Online-Schuh- und Textilhändler Zalando belegt auf Anhieb Rang 33. "Der Erfolg scheint über teuer gekaufte Bekanntheit hinauszugehen, aus Kundensicht stiftet Zalando bereits heute einen höheren Nutzen als jeder andere etablierte Schuh- und Textilhändler. Beispiele hierfür sind Deichmann oder Esprit. Dabei handelt es sich um Marken, die drohen austauschbar zu werden, wenn sie dem Kunden zukünftig keine klareren Anlässe für einen Einkauf bieten", bilanziert Batten & Company. 

Markenstärke-Ranking der Top 40 (Quelle: Batten & Company)
Markenstärke-Ranking der Top 40 (Quelle: Batten & Company)

 

Die Studienautoren beobachten, dass es den deutschen Handelsunternehmen nur bedingt gelingt, sich bei den Verbrauchern nachhaltig zu profilieren und sich auf die veränderten Wünsche und Bedürfnisse der Kunden einzustellen. Branchenübergreifend sei seit zwei Jahren ein Abfall in der Markenstärke zu beobachten.