Für die Studie „Customers take control - Multi-channel – the changing Swiss retail landscape“ hat das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen PwC weltweit 7.000 Kunden befragt, davon 1.000 aus der Schweiz.

Der Anteil der Multichannel-Shopper, die ihre Einkäufe auf mindestens zwei Kanäle verteilen, liegt heute bei 88%. Bereits 34% der Kunden verteilen ihre Einkäufe auf vier oder sogar fünf Channel. Viele Händler verkaufen gemäß PwC jedoch ihre Produkte entweder nur über einen Kanal oder sie stimmen ihre verschiedenen Verkaufskanäle nicht oder nicht richtig aufeinander ab, d.h. sie haben keine Multichannel-Strategie.

In der Schweiz wurden im letzten Jahr 57% aller Bücher, CDs und Filme, 44&der Computer und 42% aller anderen Elektronikartikel online gekauft. 16 Prozent der Befragten gaben zudem an, das sie sich auf Social Media Plattformen über Marken bzw. Unternehmen informieren. Je nach Produktkategorie unterscheiden sich auch die Anteile derjenigen, die online recherchieren. Das Verhalten von Kunden aus der Schweiz ist dabei signifikant anders als beispielsweise in China wie die folgende Grafik zeigt.

Hauptmotivatoren für Online-Käufe sind Bequemlichkeit (24/7 und Geschwindigkeit) und der Preis. Für die folgende Grafik wurden die Schweizer nicht mit Kunden aus China, sondern mit dem Rest der Welt verglichen.

Gemäß Studie könnte im Jahr 2020 der Schweizer Handel wie folgt aussehen:

  • Onlineshops werden ihre Navigation weiter verfeinern, damit Kunden möglichst schnell das passende Produkt aus einer großen Auswahl finden
  • Social Media und Mobile werden das Kaufverhalten noch stärker beeinflussen
  • Lieferketten müssen sich vermehrt Richtung Heimlieferung entwickeln
  • Klassische Ladenflächen verändern Aufgabe und Ausgestaltung im Rahmen neuer Geschäftsmodelle