2012 lag die Wachstumsrate von eBay noch bei 9 Prozent. 2013 aber hat der Online-Marktplatz den Turbo eingelegt, die Website aufgemöbelt und mit einem zweistelligen Millionenbetrag eine großangelegte Kampagne auf allen Kanälen lanciert.  Das zahlt sich aus: Der Online-Marktplatz steigerte seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 15 Prozent auf umgerechnet rund 1,43 Milliarden Euro (1,93 Milliarden Dollar) nach 1,24 Milliarden Euro 2012. In den Zahlen sind aber auch Wachstumsgarant PayPal und andere Einnahmequellen enthalten.

Die Zahlen hat die TextilWirtschaft aus einem Bericht des US-Konzerns an die amerikanische Börsenaufsicht SEC gefischt. In den Deutschlandzahlen sind neben dem Marktplatz- und Kleinanzeigengeschäft auch die Umsätze der eBay-Töchter PayPal, Brands4friends und Mobile.de eingerechnet.

Stärkster Auslandsmarkt ist weiterhin Großbritannien, wo sich die Erlöse um fast 16 Prozent auf 1,62 Milliarden Euro erhöhten. Alle anderen Auslandsmärkte erwirtschafteten zusammen rund 3,13 Milliarden Euro nach 2,76 Milliarden Euro im Vorjahr. Das entspricht einem Plus von 13 Prozent. Das US-Geschäft legte um fast 14 Prozent auf 5,71 Milliarden Euro zu. Der gesamte Konzern verbesserte sich ebenfalls um 14 Prozent auf rund 11,9 Milliarden Euro. Der Nettogewinn kletterte um 9 Prozent auf 2,08 Milliarden Euro.

Schon im Früjahr 2013 hatte eBay den Modebereich durchgelüftet, sich ingesamt noch stärker als Marktplatz für Neuprodukte positioniert und sich im September 2013 mit neuem Features, mehr Personalisierung, erweiterten Garantien und eigenen Marktplätzen für Marken weit von seinem einstigen Image als Plattform für Dachbodenfunde emanzipiert. Zu Weihnachten folgte zudem eine gefühlige Werbekampagne mit Hund und Hamster.

Zum Vergleich: Amazon steigert seinen Umsatz 2013 in Deutschland um 21 Prozent auf 10,5 Milliarden Dollar (7,9 Mrd. Euro).