Der Onlinehändler eBay will das eigene Modeangebot neugestalten und aufwerten - und kooperiert mit einem bekannten Fashion-Designer, der eine eigene eBay-Kollektion entworfen hat.

Die Handelsplattform eBay will ihr Modeangebot zu einer neu gestalteten virtuellen Einkaufsstraße ausbauen. Ab Mai sollen die Seiten ein neues Erscheinungsbild bekommen, kündigte das Unternehmen am Dienstag in Berlin an.

Mit einer Design-Partnerschaft betritt eBay zudem Neuland. Der deutsche Designer Guido Maria Kretschmer hat eigens für die Verkaufsplattform eine Kollektion aus 20 Freizeit-Modellen entworfen. Ab diesem Mittwoch können sich Nutzer die Auswahl ansehen und daraus ihre elf Lieblingsartikel wählen. Ende Juni soll die Kollektion der elf beliebtesten Artikel dann produziert und bei eBay verkauft werden.

"Demokratische" Mode

Mit dem sogenannten Crowd Sourcing betrete eBay neues Terrain, sagte Martin Barthel, Manager von eBay Deutschland am Dienstag in Berlin. Auf diese Weise könnten Kunden Einfluss auf die Kollektion nehmen, die schließlich in den Handel kommt, sagte Designer Kretschmer.

"Ich nenne das ‘Democratic Couture‘ und freue mich, dass ich über eBay meine Mode neuen Zielgruppen zugänglich machen kann." Die Kollektion solle speziell für das "perfekte Wochenende" das passende Outfit liefern.

Mode sei der Wachstumsmarkt in Europa und weltweit überhaupt und eine der größten Kategorien für eBay, sagte Barthel. Weltweit habe das Onlinekaufhaus im vergangenen Jahr vier Milliarden Dollar mit Modeartikeln umgesetzt. Alle acht Sekunden werde in Deutschland ein Fashion-Produkt online gekauft, sagte Barthel.

Alles neu macht der Mai

Bis Mai will eBay sein Modeangebot neu gestalten. "Wir glauben, dass wir die notwendigen Veränderungen machen, um den Nutzern das richtige Einkaufsumfeld bieten zu können", sagte Barthel.

Dass die Nutzer offen für neue technische Innovationen wie dem Crowd Sourcing seien, werde auch von den Ergebnissen einer von eBay in Auftrag gegebenen Studie unterstrichen. Rund jeder vierte Internetnutzer kann sich demnach vorstellen, sich künftig an der Auswahl von Produkten für eine Kollektion zu beteiligen.

45 Prozent der Nutzer würden auch gern einen virtuellen Spiegel ausprobieren, der zeigt, wie ein Kleidungsstück zum Beispiel in einer anderen Farbe aussehen würde.