Der Umsatz der Internetplattform eBay ist im zweiten Quartal 2001 um 25 Prozent gestiegen. Der Gewinn brach aufgrund von Zukäufen jedoch deutlich ein. Wachstumstreiber bleibt der Zahlungsdienst PayPal.

Der Umsatz von eBay Inc. betrug im zweiten Quartal dieses Jahres 2,76 Milliarden US-Dollar, dies entspricht einer Steigerung um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. 1,66 Milliarden Euro davon wurden auf dem Online-Marktplatz abgewickelt - ein Plus von 19 Prozent.

Der Nettogewinn des Online-Auktionshauses lag im gleichen Zeitraum bei 283,4 Millionen Euro gegenüber 412,1 Millionen im zweiten Quartal 2011. Hintergrund für dn Gewinneinbruch ist unter anderem die Akquisition die Onlinehandel-Dienstleisters GSI Commerce Solution, die mit rund 2,4 Milliarden Euro zu Buche schlägt.

GSI ist unter anderem Großaktionär der Intershop AG und soll ein drittes Standbein des Konzerns neben PayPal und dem klassichen eBay-Marktplatz werden.

PayPal mit 100 Millionen Nutzern weltweit

Verkäufe zu Festpreisen haben laut eBay mittlerweile einen Anteil von 62 Prozent am gesamten Handelsvolumen. Die Zahl der registrierten eBay-Nutzer konnte um 6 Prozent auf 97,2 Millionen gesteigert werden.

Die Konzerntochter PayPal meldet 100 Millionen registrierte Nutzer und konnte den Umsatz um 31 Prozent auf 1,1 Milliarden US-Dollar erhöhen.

In Deutschland konnte eBay die Anzahl der gewerblichen Verkäufer in der Kategorie Mode im zweiten Quartal 2011 von 13.766 auf 14.475 steigern. Im Bereich Auto- und Motorradteile lag die Zahl der gewerblichen Händler nach Unternehmensangaben im 2. Quartal 2011 bei 18.355 gegenüber 18.039 im 2. Quartal 2011.

Aussicht nach oben korrigiert

Hierzulande nutzen 16 Millionen Mitglieder eBay.de. Dort werden mehr als 30 Millionen Produkte angeboten. Rund 5 Millionen private und 160.000 gewerblichen Anbietern handeln auf der deutschen Plattform.

Angebote gewerblicher Händler machen bereits 59 Prozent aller verkauften Artikel bei eBay.de aus, betont das Unternehmen, dass sich vom Image des Second-Hand-Onlinehändlers verabschieden will.

Die Prognose für das Gesamtjahr 2011 hob das Management an: Statt des ursprünglich angepeilten Umsatzes von 10,9 Milliarden US-Dollar hält man in der US-Zentrale in San Jose nun 11,6 Milliarden US-Dollar für realistisch.