Kundenbewertungssysteme gehören für die Mehrheit der Online-Händler zum guten Ton.  Knapp 78 Prozent geben in einer Sonderauswertung zum ECC-Konjunkturindex an,  bereits Shop- oder Produktbewertungen zu nutzen. Weitere 12,5 Prozent planen die Integration eines Bewertungssystems. 

Damit folgen die Händler den Erwartungen der Konsumenten.

Rund 65 Prozent der Online-Shopper nutzen bei der Entscheidung für einen bestimmten Online-Shop häufig bis immer Kundenbewertungssysteme. Bei der Entscheidung für ein bestimmtes Produkt sind es sogar 79,3 Prozent der Befragten. Die Bedeutung von Kundenbewertungen als vertrauensbildende Maßnahme belegt auch die aktuelle Studie des ECC Handel „Vertrauensbildende Maßnahmen auf dem Prüfstand“, wonach Bewertungssysteme die Konversionsrate um durchschnittlich 25 Prozent steigern können.

Bei der Umsatzprognose gibt sich der Handel gegenwärtig vorsichtig.   Im aktuellen Monat fällt der e-KIX – wie auch der HANDELSkix – mit dem der ECC die Stimmung bei Händlern und Shoppern misst, leicht ab und landet nur knapp oberhalb der neutralen Mitte bei 100,3 Punkten. Jeweils rund 30 Prozent der befragten Online-Händler beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage positiv oder negativ. Eine Krise ist im Online-Handel aber noch nicht in Sicht. Trotz des leichten Abwärtstrends, liegt der Wert für die aktuelle Geschäftslage ganze 9,3 Indexpunkte über dem Vorjahreswert.

Die Erwartung an die Entwicklung in den kommenden 12 Monaten erreicht zwar immer noch einen guten Wert, sinkt aber ebenfalls leicht auf 132,7 Punkte. „Während rund 45 Prozent weiterhin mit Umsatzsteigerungen rechnen, befürchten lediglich 10 Prozent der Befragten Umsatzrückgänge. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die anhaltende Krisenstimmung tatsächlich auch Auswirkungen auf den Online-Handel haben wird“, so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln.

32,8 Prozent der Online-Shopper beurteilen ihre Ausgaben als hoch oder sehr hoch. Auch für die Zukunft kündigt sich auf den Seiten der Shopper noch keine wirkliche Flaute an: Nur knapp 20 Prozent planen zu sparen, während 26,6 Prozent online mehr ausgeben wollen als in den Monaten zuvor. Der Indexwert verändert sich daher im Mai nur minimal und landet für die aktuellen Ausgaben bei 102,7 und für die erwarteten Ausgaben bei 108,9 Indexpunkten.