Am 1. August ist die neue Regelung zur sogenannten Button-Lösung – einem Gesetz, das Verbraucher vor Abofallen im Internet schützen soll – in Kraft getreten. Der ECC-Konjunkturindex in Zusammenarbeit mit Rakuten, Trusted Shops und Hermes ging daher in der aktuellen Monatserhebung der Frage nach, ob die deutschen Online-Händler die neuen Regelungen bereits in ihren Shop integriert haben und fragte die Verbraucher, was sie von der neuen Button-Lösung halten.
Das Ergebnis: Lediglich knapp acht Prozent haben die neuen Regelungen noch nicht umgesetzt oder haben von den neuen Vorschriften noch nichts gehört.

Die deutliche Mehrheit (92,1 %) ist bereits rechtssicher unterwegs und hat entweder selbst oder mit Hilfe eines Dienstleisters die vorgeschriebenen Anpassungen im Online-Shop vorgenommen. „Gerade für kleine und mittelständische Online-Händler ist es aufwendig, sich ständig über rechtliche Neuerungen im E-Commerce auf dem Laufenden zu halten und ihre Shops daran anzupassen. Die aktuelle Zusatzfrage zeigt, dass nur ein knappes Drittel der Händler die Anpassung zur Button-Lösung selber vorgenommen hat – insgesamt mehr als zwei Drittel setzten hingegen auf externe Dienstleister oder die Anbieter ihres Shopsystems bzw. Marktplatzes“, so Beate Rank, Geschäftsführerin  Rakuten Deutschland.

Online-Shopper finden Button-Lösung nützlich – Restskepsis bleibt

Auch die Monatsfrage des s-KIX zeigt: Die deutschen Online-Shopper sind gut informiert. Rund 63 Prozent der Befragten gaben an, die neuen Regelungen für Online-Shops zu kennen. Darüber hinaus begrüßt die Mehrheit der Shopper die Neuerungen – 67,3 Prozent von ihnen beurteilen die Button-Lösung als nützlich. Knapp 68 Prozent gaben allerdings auch an, dass sie durchaus auch ohne die neuen Regelungen wussten, wann sie im Internet etwas kostenpflichtig bestellen. „Die Button-Lösung ist vor allem ein Schutz vor versteckten Kostenfallen und schwarzen Schafen im Internet. Die Mehrheit der Online-Händler hat auch vor in Kraft treten des Gesetzes Preise und Laufzeiten transparent kommuniziert“, so Maria Klees, Projektmanagerin am ECC Handel.

Viele Online-Shopper sind auch nach in Kraft treten des Gesetzes skeptisch, was das sichere Einkaufen im Internet betrifft: Rund 43 Prozent der Befragten sind der Auffassung, dass Verbraucher besser vor Kostenfallen geschützt werden müssen, glauben aber nicht, dass die Button-Lösung der Schlüssel hierfür ist.

Geschäftslage stabil

Die Stimmung zur aktuellen Geschäftslage im deutschen Online-Handel bleibt weiterhin ausgeglichen. Die Sommerferien und das gute Wetter im August machen sich nur leicht in der Beurteilung der Online-Umsätze bemerkbar. Der e-KIX für die aktuelle Lage erreicht mit 98,6 Punkten auch diesen Monat nicht ganz die 100-Punkte-Marke, liegt aber 5,8 Punkte über dem Vorjahreswert im August 2011. Knapp 40 Prozent der Online-Händler beurteilen ihre Umsätze neutral und jeweils rund 30 Prozent positiv oder negativ. Im Gegensatz zu den aktuellen Umsätzen kratzt der Indexwert für die erwartete Geschäftslage mit 142,5 Punkten an einem neuen Jahreshoch. Nur im Februar schauten die Händler noch optimistischer in die Zukunft. Grund genug für die positive Prognose ist vorhanden – die Online-Shopper gaben auch im August nicht an, zukünftig sparen zu wollen. Die Mehrheit plant, ihre Ausgaben stabil zu halten und 27 Prozent wollen zukünftig online sogar noch mehr ausgeben.

Um die aktuelle Situation des deutschen Online-Handels adäquat abbilden zu können, nimmt das ECC Handel in Zusammenarbeit mit den Partnern Rakuten und Trusted Shops (e-KIX), sowie Hermes (s-KIX) eine monatliche Befragung vor. Die kommende September-Erhebung läuft vom 21. bis 30. September. Teilnehmen können alle Online-Händler und Online-Shopper.