Der E-Commerce-Markt ist im Vergleich zum Vorjahr in Deutschland insgesamt um 12 Prozent auf 25,4 Mrd. Euro gewachsen. Die Marktkonzentration der 10 umsatzstärksten Händler hat 2011 ebenfalls leicht zugenommen, sie generieren mit 32 Prozent nahezu ein Drittel der Marktumsätze. Die 500 stärksten Händler sind mit 22,2 Mrd. Euro Umsatz nahezu so stark wie der gesamte Markt im Vorjahr. Das ist ein Ergebnis der Studie des Euro-Handelsinstitut EHI zum deutschen E-Commerce-Markt.

Mit 36,7 Prozent (Vorjahr: 36,6 Prozent) erwirtschafteten die Generalisten einmal mehr den größten Batzen mit 9,3 Mrd Euro. Wie im Vorjahr ist das Mode-Segment mit 18,8 Prozent (Vorjahr: 16,7 Prozent) an zweiter Stelle vertreten, gefolgt von „Computer, Unterhaltungselektronik, Handys, Zubehör“ mit 13,5 Prozent (Vorjahr: 16,3 Prozent).

Umsatzverteilung auf die Hauptproduktsegmente (Quelle: EHI)
Umsatzverteilung auf die Hauptproduktsegmente (Quelle: EHI)

Deutlich wird, dass der Boom nicht nur die Top-Player erreicht. So hat sich der kumulierte Umsatz der kleinen Shops, die auf den Plätzen 101 bis 1.000 rangieren um 3 Mrd. Euro erhöht. Allein das Handelsvolumen auf den letzten 100 Plätzen (901.1000) stieg inzwischen von kumuliert 70 Mio. Euro im Jahr 2010 auf fast 500 Mio. Euro.  „Es gibt also auch einen Longtail der Onlinehändler“, kommentiert das Martin Groß-Albenhausen vom Bundesverband des Deutschen Versandhandels.

Die umsatzstärksten Onlineshops im Produktsegment „Bekleidung, Textilien, Schuhe“ (Quelle: EHI)
Die umsatzstärksten Onlineshops im Produktsegment „Bekleidung, Textilien, Schuhe“ (Quelle: EHI)

 

Das Mode-Ranking wird bestimmt von Esprit, H&M, C&A, auf Platz 4 folgt bereits Zalando. Im Elektronik-Segment führt Notebooksbilliger vor Cyberport und Apple.

Damit führen die Multichannel-Anbieter mit Bricks&Mortar-Ansatz.

So hat der Shop notebooksbilliger.de zusätzlich stationäre Ladengeschäfte in München und Sarstedt.

Cyberport betreibt ein knappes Dutzend Stores. Apple hat hierzulande 10 Stores.

Insgesamt betreiben 48,2 Prozent der 1000 untersuchten Händler stationäre Ladengeschäfte. 50,7 Prozent der Onlineshop-Betreiber sind auf Marktplätzen wie Amazon (42,2 Prozent) und eBay (25,5 Prozent) aktiv.

Hier geht es zu den Top 20 Online-Shops in Deutschland.